25.10.2016
FLUG REVUE

Zee Aero Personal AircraftGoogle-Senkrechtstarter im Flugtest?

Im kalifornischen Ort Hollister wurde ein neuartiges, elektrisches Luftfahrzeug bei Schwebeversuchen beobachtet. Es soll mit Google-Gründer Larry Page in Verbindung stehen und könnte zum "fliegenden Auto" fortentwickelt werden.

Zee Aero Personal Aircraft

Mit acht Elektromotoren soll dieses patentierte Konzept von Zee Aero senkrecht in die Luft kommen. Foto und Copyright: US Patent Office  

 

Die Webseite "Monterey Herald" sendete Interviews mit Augenzeugen der Flugtests am entlegenen Flughafen in Hollister, die ungewöhnlich leise gewesen seien. Das Unternehmen Zee Aero, das angeblich dem Google-Mitgründer Larry Page gehört, soll hinter dem elektrischen Senkrechtstarter stehen, dessen Maße die Unterbringung in amerikanischen Autogaragen zulassen.

Bestätigt werden weder die Flugtests noch nähere Unternehmensdetails. Als Hangar dient ein betont unauffälliges Flughafengebäude, auf das die Sicht bei vergangenen Tests mit Lastwagen gezielt verstellt worden sein soll. Über 100 Ingenieure sollen für das Unternehmen arbeiten.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte im Juni gemeldet, dass Page über 100 Millionen Dollar in das verschwiegene Startup Zee Aero investiert habe. Im Mai habe die Firma dem US-Verkehrministerium angekündigt, mit einem völlig neuen Luftfahrzeug den persönlichen Lufttransport revolutionieren zu wollen. 2013 hatte ein Patent beim US-Patentamt das Konzept offenbart. Ein schmaler Entenflügler nutzt seitlich beider Rumpfseiten je vier Hubpropeller und am Heck zwei Druckpropeller.

Das jetzt im Flug erprobte Fahrzeug scheint gegenüber dem patentierten Konzept "bauchiger" geworden zu sein und die Hubtriebwerke sind in insgesamt vier Gondeln an einem traditionellen Schulterdecker-Flügel montiert.

Zee Aero hat bei der FAA bereits acht eigene Luftfahrzeuge registrieren lassen, darunter zwei elektrische Motorsegler, zwei Bausatzflugzeuge mit Verbrennungsmotoren und fünf mit mehreren Motoren. Darunter sollen zwei neue Senkrechtstarter mit acht Motoren und drei Flächenflugzeuge mit zwei Motoren sein. Es könnte sich dabei aber auch um stark verkleinerte Drohnen oder unbemannte Versuchsträger handeln.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
"Anerkannte Stellen" für unbemannte Fluggeräte LBA benennt Drohnen-Ausbilder

13.07.2017 - Das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig hat die ersten beiden "Anerkannten Stellen" benannt, die "Steuerer" von unbemannten Fluggeräten (UAS) über zwei Kilo ausbilden dürfen. … weiter

Deutsche Branchenmesse wirbt in Le Bourget ILA 2018 beginnt Werbekampagne

14.06.2017 - Wenige Tage vor der Pariser Luftfahrtmesse, der größten Luftfahrtmesse der Welt, hat auch der größte deutsche Branchentreffpunkt ILA die Werbung für seine nächste Veranstaltung 2018 begonnen. … weiter

Draper DragonflEye Libelle mit Chip-Rucksack fliegt als Drohne

02.06.2017 - Das amerikanische Unternehmen Draper aus Boston hat eine lebendige Libelle mit einem "Chip-Rucksack" zur "Drohne" modifiziert. Lichtsignale an das Nervensystem der Libelle lenken, wie virtuelles … weiter

Fallschirmspringer hängt sich an unbemanntes Luftfahrzeug Lette nutzt Drohne als Absetzflugzeug

17.05.2017 - Die lettische Firma Aerones will Drohnen mit 100 Kilogramm Nutzlast zum Durchbruch verhelfen. Jetzt nutzte ein Fallschirmspringer das unbemannte Gefährt erstmals als Absetzplattform. … weiter

Ziel Stratosphärenflug Elektra-2 startet in Payerne zum Erstflug

05.05.2017 - Das Leichtflugzeug Elektra-2 von Elektra Solar hat am Freitag seinen ersten Flug absolviert. Ziel ist der Einsatz in 20 Kilometer Höhe als autonome, solar-elektrisch angetriebene Nutzlastplattform. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 08/2017

FLUG REVUE
08/2017
10.07.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Stratolaunch: Das größte Flugzeug der Welt
Atlanta: Der größte Flughafen der Welt
Paris Air Show: Die größte Luftfahrtschau der Welt
Transall: Abschied von Penzing


aerokurier iPad-App