28.05.2009
FLUG REVUE

Airbus Jubiläum 40 Jahre A300 ProgrammJubiläum bei Airbus: Vor 40 Jahren startet erstes Flugzeugprogramm

Jahrestag bei Airbus: Der Flugzeughersteller feiert am 29. Mai die Unterzeichnung der Vereinbarung für das erste Programm im Jahr 1969. Damals wurde das A300-Projekt gestartet - der Beginn einer langen Reihe von Flugzeugen bis hin zum Giganten Airbus A380.

Nach Angaben von Airbus unterzeichneten am 29. Mai 1969 der französische Verkehrsminister Jean Chamant und der deutsche Wirtschaftsminister Karl Schiller einen Vertrag über die gemeinsame Entwicklung der A300. Das historische Ereignis fand während der internationalen Luftfahrtausstellung auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris statt.

Der Start des A300-Programms ist der erste Meilenstein in der Geschichte von Airbus und legte das Fundament für die Strategie des Unternehmens. Tom Enders, President und CEO von Airbus, erinnert daran: „Vor 40 Jahren, im Mai 1969, stand der Markt für Passagierjets vollständig unter der Vorherrschaft der US-Industrie. Die Entscheidung für den Bau der A300 war ein mutiger strategischer Schritt."

Die A300 wurde zur Basis der ersten Flugzeugfamilie, die sich aus den verschiedenen A300- und A310-Modellen und ihren Frachtversionen aufbaute. Ursprünglich war nach Angaben von Airbus die Produktion von nur 300 Einheiten geplant. Airbus baute jedoch insgesamt 822 Flugzeuge der A300/A310-Familie, die an mehr als 80 Kunden in aller Welt ausgeliefert wurden. Im Laufe der Jahre absolvierten diese Airbus-Großraumjets mehr als 30 Millionen Flugstunden und mehr als 15 Millionen Starts. Mehr als 620 A300 bzw. A310 sind heute noch im Einsatz.

Das A300-Programm war auch der Beginn einer erfolgreichen europäischen Zusammenarbeit. Es sah von Anfang an eine Aufgabenteilung vor: Die Flügel wurden in England hergestellt, der Rumpf in Deutschland und das Cockpit in Frankreich, wo auch die Endmontage stattfand.

18 Monate nach dem offiziellen Start des A300-Programms, am 18. Dezember 1970, wird Airbus Industrie formell als GIE (Groupement d’Intérêt Economique, wirtschaftliche Interessengemeinschaft nach französischem Recht) gegründet. Das Konsortium vereinte die europäischen Programmpartner SNIAS (Société nationale industrielle aérospatiale), Deutsche Airbus, Hawker-Siddeley und VFW-Fokker. Als weitere Mitglieder traten im Dezember 1971 die spanische CASA und im Januar 1979 British Aerospace bei.

Auf die A300 und A310 folgen in den 80er Jahren die A320. Von dem Kurzstreckenflugzeug entstanden die Versionen A318, A319, A320 und A321. In den 90er Jahren erschloss Airbus die Langstrecke mit A330 und A340. Im Jahr 2005 folgte dann die A380 als weltgrößtes Passagierflugzeug.



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