20.02.2014
FLUG REVUE

Entwicklung vor dem GetriebefanRückblick: Kein neues Triebwerk für die CSeries

Heute befindet sich die CSeries von Bombardier im Flugtests. Daran war im Jahr 2005 noch lange nicht zu denken. Wir blicken zurück...

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Die CSeries in einer frühen Konfiguration ohne die Getriebefans. Foto und Copyright: Bombardier  

 

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Mittendrin statt nicht dabei: So will Bombardier seine geplante CSeries zwischen den entsprechenden Produkten von Embraer und den Branchenriesen Airbus und Boeing platzieren. Nach dem Verkaufsstart am 15. März 2005 sei man "auf großes Interesse" mehrerer Fluggesellschaften gestoßen. Mit Montreal-Mirabel steht nun auch der Endmontageort fest, sollten die Kanadier das Programm offiziell starten. Als mit entscheidender Faktor galt ein neuer Gewerkschaftsvertrag mit den Bombardier-Arbeitern in der Provinz Quebec. Das Werk in Belfast, Nordirland, wird Tragflächen, Triebwerksgondeln sowie aus Verbundwerkstoffen bestehende Leitwerksstrukturen entwickeln und produzieren.

Die auf 2,1 Milliarden US-Dollar geschätzten Entwicklungskosten sollen je zu einem Drittel von Bombardier, Unterauftragnehmern und den beteiligten Staaten getragen werden. Die kanadische Regierung wird gemäß entsprechender Absichtserklärungen 262,5 Millionen, die Provinz Quebec 87,5 und Großbritannien 340 Millionen Dollar beisteuern. Damit dürften neue Auseinandersetzungen vor der Welthan-delsorganisation programmiert sein. So ließ die Marktanalyse-Abteilung von Embraer bereits verlauten: "Wenn das Flugzeug auf Subventionen gegründet ist, wo ist dann der reelle Wert?" In Montreal hält man dagegen: "Wir sind überzeugt, dass unsere Verträge mit Kanada und Großbritannien WTO-konform sind. Aber wir müssen für alles bereit sein."


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flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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