19.10.2015
FLUG REVUE

Großkunde als Sponsor der neuen Generation?La Tribune: Airbus fragt Emirates-Kostenbeteiligung an A380neo an

Die französische Zeitung "La Tribune" meldet, Airbus habe bei Emirates angefragt, ob die Airline sich an den Kosten einer von ihr gewünschten A380neo beteiligen würde.

Airbus_A380-800_Emirates_Dubai_Flughafen

Airbus hofft auf eine Kostenbeteiligung des A380-Großkunden Emirates bei der Entwicklung einer gestreckten A380neo mit neuen Triebwerken. Foto und Copyright: Emirates  

 

Laut "La Tribune" geht es dem Hersteller um Angaben, wieviele Flugzeuge die Airline abnehmen würde, wieweit sie sich an den Kosten, die bei etwa drei Milliarden Euro liegen dürften, beteiligen würde und wann genau sie die Lieferungen erwarte. Beschlossen worden sei bereits, dass es auf der Dubai Air Show, Mitte November, noch keine Entscheidung zum Thema A380neo geben werde.

Wie von der FLUG REVUE berichtet, winkt Emirates mit einem neuen A380-Großauftrag von bis zu 200 Airbus A380neo, falls Airbus sich zu einer neuen A380-Generation mit neuen Triebwerken durchringt. Dagegen möchte der Hersteller in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen in der reinen Produktion erreichen und sich diese lange angestrebte Erfolgsmeldung in der Bilanz nicht durch vorzeitige neue Investitionen verderben. Als Basis der Triebwerke einer A380neo käme das Triebwerk Rolls-Royce Trent 7000 der A330-900 in Betracht. Wegen dessen etwas "zu starker" Leistung würde sich eine gleichzeitige Rumpfverlängerung der A380neo anbieten. Dies würde wohl auch Modifikationen an den Flügeln erforderlich machen.

Fraglich ist, wieviele Kunden, außer Emirates, eine gestreckte A380neo wünschen. Schon jetzt kämpft Airbus mit einer Reihe von Bestellungen, deren Abnehmer ihre konventionellen A380 eventuell nicht abnehmen, darunter Transaero (4), Air Austral (2) und Virgin (6). "La Tribune" nannte jetzt sogar auch zwei noch ausstehende A380 für Air France als "Wackelkandidaten". Bei bisher 317 Verkäufen und einer vermutlich bald leicht gesenkten Produktionsrate dürfte der vorhandene Auftragsbestand bis etwa zum Jahr 2020 reichen. Damit müsste möglichst bald eine Entscheidung über die bis dahin zu entwickelnde A380-Folgegeneration fallen.

Edit: Triebwerksbezeichnung korrigiert

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Untersuchungen im Auftrag der EASA Studien sehen keine Probleme bei Kabinenluft

24.03.2017 - Die Luft in Kabinen von Verkehrsflugzeugen ist unbedenklich. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest zwei von der europäischen Agentur für Flugsicherheit in Auftrag gegebene Untersuchungen. … weiter

Gegenverkehr mit bedrohlichen Folgen A380-Wirbelschleppen: Deutscher Business Jet muss notlanden

08.03.2017 - Ein deutscher Business Jet ist am 7. Januar beim Flug über dem arabischen Meer in die Wirbelschleppen unter einer entgegen kommenden A380 geraten. Der kleine Zweistrahler vollführte mehrere … weiter

Größtes Gerät fliegt aus Korea nach Hessen Asiana stellt Frankfurt auf A380 um

06.03.2017 - Die südkoreanische Fluggesellschaft Asiana Airlines bedient ihre Route zwischen Seoul und Frankfurt seit Sonntag mit ihrem Flaggschiff Airbus A380-800. … weiter

Spektakulärer Sonderanstrich für Japans Flaggschiff ANA lackiert A380 als riesige Schildkröte

06.03.2017 - Japans größte Airline ANA schmückt ihren künftigen Airbus A380 mit einer Sonderlackierung als hawaiianische Meeresschildkröte "Flying Honu". … weiter

Giganten im Luftverkehr Top 10: Die größten Passagierflugzeuge der Welt

03.03.2017 - Welche Airliner können die meisten Fluggäste befördern? Unsere Übersicht gibt Aufschluss über die Verkehrsflugzeuge mit der höchsten Passagierkapazität. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 04/2017

FLUG REVUE
04/2017
06.03.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


"Neue" MiG-35 vorgestellt
Probleme beim BER
Iran Air erhält Airbus
Wirbelschleppen - die gefährliche Schönheit
SpaceShipTwo wieder im Flugtest
Bombardie-Flaggschiff Global 7000

aerokurier iPad-App