17.05.2017
FLUG REVUE

Fallschirmspringer hängt sich an unbemanntes LuftfahrzeugLette nutzt Drohne als Absetzflugzeug

Die lettische Firma Aerones will Drohnen mit 100 Kilogramm Nutzlast zum Durchbruch verhelfen. Jetzt nutzte ein Fallschirmspringer das unbemannte Gefährt erstmals als Absetzplattform.

Aerones-Drohne trägt Fallschirmspringer auf Absetzhöhe

Der Fallschirmspringer ließ sich von der Spitze eines 120-Meter hohen Funkmastes auf seine Absetzhöhe von 330 Metern tragen. Die elektrische Aerones-Drohne schafft bis zu 200 kg Nutzlast. Foto und Copyright: Aerones  

 

Der weltweit erste Fallschirmabsprung von einer Drohne sei am 12. Mai erfolgt, meldete der lettische Drohnenhersteller Aerones. Die Drohne habe den Fallschirmspringer Ingus Augstkalns auf eine Absetzhöhe von 330 Meter befördert. Der geplante Absprung habe mit einer normalen Fallschirmlandung geendet. Die erfolgreiche Anwendung beweise die Zuverlässigkeit und Hubkraft der Drohnentechnologie, die unendliche weitere Einsatzzwecke möglich mache, darunter Rettungsflüge für Menschen, Brandbekämpfung, Sport und Unterhaltung.

Jānis Putrāms, Chefingenieur von Aerones und Drohenpilot beim Absetzflug, sagte: "Schon in naher Zukunft wird unsere Technologie Leben retten, Brände bekämpfen und andere ernsthafte Aufgaben erfüllen. Mit diesem Projekt zeigen wir, dass wir bereit sind, diese ernsthaften Anwendungen und Herausforderungen, etwa für Verteidigungszwecke, zu erfülllen."

Der Sprung fand in Māļi statt, wo sich ein 120 Meter hoher Sendemast des staatlichen lettischen Rundfunks und Fernsehens befindet. Der Springer begann den Aufstieg von der Plattform des Sendemastes, so dass sich die Zeit bis zum Erreichen einer sicheren Absprunghöhe verkürzte. Der Sprungversuch wurde sechs Monate lang vorbereitet. Dabei wurden sogar extreme Drohnennutzlasten bis zu 200 Kilogramm Masse getestet. Als reguläre Nutzlast sind 100 Kilogramm vorgesehen. Außerdem probte der Springer über dem Fluß Daugava das Hängen unter der Drohne.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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