16.06.2015
FLUG REVUE

Paris Air Show 2015Lockheeds Luftschiff kommt in Fahrt

Lockheed Martin hat auf der Paris Air Show heute einen Vertrag mit Hybrid Enterprises zur Vermarktung des Luftschiffs LMH-1 geschlossen. Das Dreikammer-Luftschiff soll den Transport von Gütern revolutionieren und ab 2018 im Einsatz sein.

Paris Air Show 2015 Lockheed Martin Hybrid Enterprises LMH1

Das LMH1 von Lockheed Martin soll ab 2018 im kommerziellen Betrieb eingesetzt werden. Foto und Copyright: Lockheed Martin  

 

Lockheed Martin und Hybrid Enterprises haben heute auf der Paris Air Show einen Vertrag unterzeichnet, mit dem Hybrid Enterprises die exklusiven Vermarktungsrechte für das Dreikammer-Hybrid-Luftschiff LMH-1 von Lockheed Martin eingeräumt werden. Das aus drei Hüllen zusammengesetzte Luftschiff basiert auf einer Technologie, die Lockheed Martin seit Jahrzehnten verfolgt, und die mit dem Versuchsluftschiff P-791 von Lockheed Martin seit acht Jahren erprobt wurden.

Das LMH-1 ist in der Lage, bis zu 20 Tonnen zu transportieren. Als Antrieb dienen dem Luftschiff vier luftfahrtzugelassene Dieselmotoren mit je 300 PS. Als Reisegeschwindigkeit für das LMH1 hat Lockheed Martin 60 Knoten veranschlagt.

Nachdem zunächst ein vor allem militärischer Kundenkreis für dieses Luftschiff angesprochen werden sollte, geht Hybrid Enterprises heute davon aus, dass die Kunden vor allem aus dem Bereich der zivilen Betreiber kommen. Das Luftschiff soll zivil nach FAA-Regularieren zugelassen werden. Lockheed Martin strebt die Zulassung für Ende 2017 an, so dass LMH-1 bereits 2018 im Einsatz sein könnte. 

Rob Binns, Hauptgeschäftsführer von von Hybrid Enterprises, sagte bei der Vertragsunterzeichnung in Le Bourget: "Die Luftschiffe von Lockheed Martin werden die Kosten und die Auswirkungen auf die Umwelt beim Transport von Lasten in unzugängliche Gebiete dramatisch reduzieren. Sie ermöglichen es, Orte zu erreichen, die bislang einfach nicht erreichbar waren." Als Kunden sieht Binns derzeit vor allem Firmen aus der Gas- und Ölindustrie. Er sieht aber auch Anwendungen für das LMH-1 bei der Katastrophenhilfe, das LMH-1 ohne Infrastraktur auskommt und nicht auf Flugplätze angewiesen ist. Das erste Luftschiff wird derzeit in Palmdale, im US-Bundesstaat Kalifornien, produziert.

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V. K. Thomalla


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