09.04.2013
FLUG REVUE

Saisonbeginn für Lufthansa Junkers Ju 52Lufthansa Junkers Ju 52 startet in die neue Saison

Mit dem Osterfest hat die Flugsaison 2013 der legendären Tante Ju der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung begonnen. Die 77 Jahre alte, dreimotorige Dessauerin ist nach einem kurzen Flugtraining an der Ostsee wieder in ganz Deutschland unterwegs und übernimmt auch Abstecher in einige europäische Nachbarländer.

Lufthansa Junkers Ju 52

Lufthansa Junkers Ju 52. Foto und Copyright: Joe Rimensberger / Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung  

 

Zu den Höhepunkten der Saison 2013 zählten Überflüge beim Hamburger Hafengeburtstag im Mai, bei der Kieler Woche mit ihrer Windjammerparade Ende Juni sowie die Teilnahme an der Airshow „Tannkosh“ in Tannheim (Baden-Württemberg) im August und beim Oldtimer-Treffen an der Hahnweide bei Kirchheim unter Teck im September, kündigte Lufthansa an.

Formeller Saisonauftakt sei der 824. Hamburger Hafengeburtstag (9.-12. Mai), wo die Ju 52 schon traditionell mitwirke. Aufgrund der großen Nachfrage würden diesmal mehr Rundflüge als sonst üblich angeboten. Die große Deutschlandtour der Grande Dame der Lüfte führe in den darauffolgenden Monaten in folgende Städte bzw. zu folgenden Flughäfen in 13 Bundesländern:

Mai: Hamburg – Bremen – Hannover – Paderborn – Dortmund – Münster-Osnabrück – Essen-Mülheim – Kön/Bonn – Egelsbach – Leipzig – Schönhagen bei Berlin – Dresden – Bayreuth – Nürnberg.

Juni: Giebelstadt (Hessen) – Egelsbach – Speyer – Mainz – Siegerland – Hamburg – Düsseldorf (Tag der Luftfahrt am 9. Juni) – Köln – Dortmund – Hannover – Lübeck – Heringsdorf – Neubrandenburg – Schönhagen bei Berlin – Braunschweig – Bremen – Kiel (Kieler Woche, 29./30. Juni).

Juli: Bremen – Hildesheim – Leipzig – Dessau – Dresden – Mainz - Speyer – Karlsruhe – Mainz – Egelsbach – Siegerland – Essen-Mülheim – Dortmund.

August: Hamburg – Braunschweig – Leipzig – Dresden – Egelsbach – Bayreuth – Nürnberg – Tannheim (23.-25. August, nur Besichtigung am Boden) – Memmingen – Friedrichshafen – München-Oberschleißheim (Streckenflug nach Salzburg und zurück) – Ingolstadt.

September: Straubing – Stuttgart – Hahnweide (6. September, nur Besichtigung am Boden) – Egelsbach – Karlsruhe – Speyer – Köln – Mainz – Saarbrücken – Speyer – München.

Oktober: Nürnberg – Dresden – Schönhagen bei Berlin – Leipzig – Hannover – Paderborn – Dortmund – Münster-Osnabrück – Bremen – Hamburg (Winterpause).

Auch international präsentiere sich die Ju 52 im Juli bei der Airshow im englischen Duxford bei Cambridge; im August in Schweden; und im September nochmals auf der britischen Insel, beim traditionsreichen Oldtimer-Treffen „Goodwood Revival“ in Sussex. Dort kreise die Ju 52 über der legendären Rennstrecke.

Bis zu 16 Fluggäste könnten jeweils die Faszination des Reisens im Stil der Anfangszeit der Passagierluftfahrt genießen. Zum den Freiwilligen für den Flugbetrieb zählten 25 Piloten, 15 Flugingenieure und 23 Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen, die sich seit Ostern in Heringsdorf auf Usedom auf die neue Saison an Bord des Propeller-Oldies mit festem Spornrad-Fahrwerk vorbereitet hätten. Die erfahrenen Lufthansa-Crews mit tausenden Stunden Flugerfahrung, arbeiteten sonst an Bord moderner Jets, von der Boeing 737 bis zum Airbus A380 oder auch auf der MD-11F der Lufthansa Cargo oder dem Canadair Jet bei der Lufthansa CityLine.

Die Lufthansa Junkers Ju 52/3m g8e mit der Aufschrift D-AQUI, die amtliche Registrierung lautet D-CDLH, ist ein Flugzeug mit bewegter Geschichte. Schon bald nach ihrem 1936 in den Dessauer Junkers-Werken erfolgtem Bau und ihrer Auslieferung an die damalige Lufthansa begann für das Flugzeug eine fünf Jahrzehnte währende Odyssee mit Stationen in Deutschland und Norwegen, Ecuador und in den USA. 

Anfang der achtziger Jahre von Lufthanseaten in ramponiertem Zustand auf einem Wüstenflugpatz im Südwesten der USA entdeckt, wurde die Ju von Lufthansa zurückgekauft, im Flug nach Hamburg überführt und in 16monatiger Handarbeit von Lufthansa-Technikern unter Verwendung von Baugruppen weiterer Flugzeuge in Hamburg liebevoll restauriert.

Seit 1986 ist die Ju 52 unter dem Namen „Berlin-Tempelhof“ wieder bei Strecken- und Rundflügen in ganz Deutschland und Europa unterwegs. Die jeweils 30- oder 60-minütigen Oldtimer-Flüge kosten 199 € bzw. 372 Euro. Die Preise der Streckenflüge richten sich nach der Länge der jeweiligen Route. Auch Vollcharter ist möglich. Im vorigen Jahr genossen mehr als 7500 Fluggäste eine Luftreise an Bord der „alten Tante Ju“.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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