25.07.2013
aero.de

McNerney: Ausbau der 787-Produktion vorstellbar

Im Umgang mit Rückschlägen bei der 787 hat Boeing inzwischen eine gewisse Übung. Den jüngsten Brand in einem geparkten Dreamliner von Ethiopian Airlines in London betrachtet Boeing als Versicherungsfall.

"Natürlich werden wir unserer Gewährleistung nachkommen, aber jeder von uns ist gegen einen solchen Fall auch versichert" sagte Boeing Vorstandschef Jim McNerney am Donnerstag nach Vorlage der Quartalszahlen.

Als mögliche Ursache für den Brand am hinteren Rumpf der ET-AOP am 12. Juli hat die britische Untersuchungsbehörde AAIB den Emergency Location Transmitter (ELT) ausgemacht. Weshalb der schon tausendfach in anderen Flugzeugen verbaute Notsender von Honeywell ausgerechnet in einem Dreamliner brannte, soll in den kommenden Wochen geklärt werden.

"In Vorgriff auf die zu erwartenden behördlichen Anordnungen haben wir die Airlines angeleitet, wie das ELT zu warten, reparieren beziehungsweise zu entfernen ist", sagte McNerney.

Der ELT in der 787 wird über eine eigene Lithium-Manganoxid-Batterie mit Strom versorgt. Neben einem Fehler in der Batterie könnte auch ein Kurzschluss den Brand verursacht haben. Experten erwarten aufgrund der Bauweise der 787 eine sehr aufwändige und kostenintensive Reparatur des betroffenen Flugzeugs.


Steigende Nachfrage nach den Langversionen
Dem Absatz haben die Negativschlagzeilen um die 787 bislang nicht geschadet. Allein in diesem Jahr konnte Boeing schon 82 neue Aufträge unter Dach und Fach bringen, darunter 40 für die neue Langversion 787-10 von Singapore Airlines (30) und United (10). Den Eingang weiterer Festaufträge für den doppelt verlängerten Dreamliner erwartet Boeing bis Jahresende.

"Mit fünf Erstkunden war der Start der 787-10 ein voller Erfolg", sagte McNerney. Die steigende Nachfrage nach den Modellen 787-9 und 787-10 könnte Boeing zu einem weiteren Ausbau der Produktion bewegen, deutete der Manager an.

Ab Jahresende sollen an den Werken Everett und Charleston monatlich zehn Dreamliner endmontiert werden. "Sobald wir diese Rate erreicht haben, werden wir entscheiden, ob wir über die zehn Flugzeuge hinausgehen können", sagte McNerney. Er würde aber sogar "darauf wetten, dass die Marktnachfrage bei mehr als zehn 787 im Monat liegen wird".

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
aero.de / Dennis Dahlenburg


Weitere interessante Inhalte
Untersuchungen im Auftrag der EASA Studien sehen keine Probleme bei Kabinenluft

24.03.2017 - Die Luft in Kabinen von Verkehrsflugzeugen ist unbedenklich. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest zwei von der europäischen Agentur für Flugsicherheit in Auftrag gegebene Untersuchungen. … weiter

Produktion läuft nun rund 787: Boeing baut 500. Dreamliner

06.02.2017 - Boeing hat Anfang Dezember den 500. produzierten Dreamliner übergeben. Die Fertigung der zur Familie heranwachsenden 787 in Charleston und Everett läuft nach einer schwierigen Anlaufphase endlich … weiter

Meilenstein so schnell wie nie Boeing feiert 500. Dreamliner-Auslieferung

22.12.2016 - Boeing hat nun 500 Dreamliner an Kunden übergeben. Die 787-8 ging an Avianca. … weiter

Neues Rolls-Royce-Triebwerk für Boeing 787 Trent 1000 TEN fliegt erstmals an einem Dreamliner

08.12.2016 - Nach dem Erstflug an einer Boeing 747-200 im März bringt die neue Variante des Trent 1000 zum ersten Mal eine Boeing 787 in die Luft. … weiter

Air France übernimmt ihre erste 787 Boeing liefert 500. gebauten Dreamliner aus

05.12.2016 - Am Freitag ist die erste Boeing 787 für Air France in Paris eingetroffen. Das via AerCap geleaste Flugzeug ist der 500. Dreamliner, den Boeing gebaut hat. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 04/2017

FLUG REVUE
04/2017
06.03.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


"Neue" MiG-35 vorgestellt
Probleme beim BER
Iran Air erhält Airbus
Wirbelschleppen - die gefährliche Schönheit
SpaceShipTwo wieder im Flugtest
Bombardie-Flaggschiff Global 7000

aerokurier iPad-App