10.03.2014
FLUG REVUE

Materialermüdung und ProduktionsfehlerNeue Flügelprobleme bei A380 und 787

Airbus hat an einer A380-Testzelle vorzeitige Alterungserscheinungen am Flügel festgestellt. Unterdessen meldete auch Boeing-Zulieferer Mitsubishi, dass an einem Produktionslos noch nicht ausgelieferter Flügel der Boeing 787 Risse auftreten könnten.

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Airbus hat an einer A380-Testzelle vorzeitige Alterungserscheinungen am Flügel festgestellt. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die jetzt festgestellte Ermüdung an metallischen Baugruppen des A380-Flügels sei nur an einer einzelnen, nicht fliegenden Airbus-Testzelle aufgetreten, teilte Airbus auf Anfrage der FLUG REVUE mit. Diese Testzelle durchlaufe Ermüdungsversuche, die einem dreifachen, vollen Flugzeugleben entsprächen. An Kundenflugzeugen sei die Ermüdung dagegen nicht festgestellt worden.

Airbus stehe in Verbindung mit den Behörden, reagiere auf die neuen Erkenntnisse aber bisher im Rahmen normaler Wartungsanweisungen des Herstellers. Derzeit werde eine Lösung entwickelt, die aber auch alleine aus verkürzten Wartungs- oder Inspektionsintervallen bestehen könne. Die Ermüdungsversuche ermöglichten Airbus eine sehr langfristige Reaktion und Problemlösung, lange bevor ein Problem überhaupt tatsächlich die fliegende Flotte erreiche.

Unterdessen räumte der japanische Boeing-Zulieferer Mitsubishi Heavy Industries mögliche Probleme mit Haarrissen an Rippenbefestigungen im Flügel der Boeing 787 ein. Das Problem könne auf veränderte Produktionsverfahren zurückgehen. Nach Angaben des "Wall Street Journal", das die jüngsten Haarrisse zuerst gemeldet hatte, sind 43 noch nicht ausgelieferte Flugzeuge im Produktionsprozess betroffen, die nun zusätzlich inspiziert werden. Laut Boeing sind die Auslieferungen der 787 aber nicht gefährdet und die Dreamliner-Jahresproduktion wird weiterhin mit 110 ausgelieferten Flugzeugen angesetzt.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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