02.05.2016
FLUG REVUE

IPU Flyboard Air fliegt zwei Kilometer weitNeuer Einmann-Senkrechtstarter stellt Rekord auf

Wie ein Skateboard mit Düsenantrieb mutet die frei fliegende, strahlgetriebene Hubplattform IPU Flyboard Air an, die jetzt in Südfrankreich einen neuen Rekord aufstellte.

Zapata Racing Flyboard Air

Das Flyboard Air ist ein von vier Modellflug-Strahltriebwerken angetriebener, frei fliegender Einmann-Senkrechtstarter. Foto und Copyright: Zapata Racing  

 

Mit einer Flugstrecke von 2252 Metern und einer Reisegeschwindigkeit von 50 bis 60 km/h stellte das neue IPU Flyboard Air des französischen Unternehmens Zapata Racing aus Le Rove am Sonnabend im französischen Sausset-Les-Pins einen neuen Bestwert auf, der im Guiness-Buch der Rekorde verzeichnet wird. Der französische Jetski-Meister Franky Zapata stieg mit dem ungewöhnlichen Luftfahrzeug auf eine Höhe bis zu 50 Metern und landete nach seinem Flug vor der Mittelmeerküste sicher. Er verzehnfachte die bisher erreichte Flugstrecke.

An dem von vier Modellbau-Düsentriebwerken angetriebenen Luftfahrzeug, die Leistung soll bei viermal 250 PS liegen, wird der Pilot über zwei fest montierte "Skistiefel" angeschnallt. Er steuert das Gerät durch Gewichtsverlagerung und über eine Art Hand-Joystick. Der Kerosintank wird in einem Rucksack mitgeführt. Die Leistung des Antriebs soll für eine Flughöhe von bis zu 3000 Metern reichen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit bis zu 150 km/h angenommen. Als maximale Einsatzdauer gibt Zapata bis zu zehn Minuten an.

Das Flyboard Air baut auf dem Wasserfahrzeug Flyboard auf

Das "Flyboard Air" baut auf den bisherigen Wasserstrahl-Hubplattformen "Flyboard" von Zapata auf. Im Gegensatz zu dem Wasserfahrzeug, das für seinen spektakulären Wasserstrahl-Hubantrieb eine schwimmende Saug- und Motorplattform hinter sich herzieht, fliegt das Flyboard Air völlig frei und besteht nur aus der eigentlichen Plattform und dem Tankrucksack. An weiter entwickelten Plattformen mit Pilotensitz sollen Militär und Sicherheitsdienste bereits Interesse angemeldet haben. Zapata will die bisher noch komplizierte Steuerung weiter vereinfachen, um die Plattform auch ohne spezielle Vorkenntnisse für Laien nutzbar zu machen. Zapata plant bereits weitere Test- und Demonstrationsflüge.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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