16.12.2015
Erschienen in: 12/ 2015 FLUG REVUE

Neuer Jumbo Boeing 747-8I bei Korean Air

Korean Air gehört wie Lufthansa und Air China zu den wenigen Betreibern der neuesten Jumbo-Passagierversion Boeing 747-8 Intercontinental. Diese wird zur Premiere im Liniendienst nach Frankfurt/Main eingesetzt.

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Wenn das kein Luxus ist: Für nur sechs First-Class-Passagiere  ist der gesamte Bugraum in der Boeing 747-8I von Korean Air ausgelegt. Sie sitzen hier in neuen, mit 24-Zoll-HD-Monitoren ausgestatteten Suiten („Kosmo Suite 2.0“), die durch Trennwände und Schiebetüren auf Wunsch blickdicht von den Sitznachbarn abgeschottet werden können. Eine Auslegung, bei der vor allem die langen Transpazifikstrecken von Korean Air in die USA – diese sind der Hauptmarkt der Drehkreuzairline aus Seoul – eine Rolle gespielt haben dürften.  Ebenfalls in den Genuss von Suiten kommen die 48 Passagiere der „Prestige“ Business Class. Die Fluggäste sitzen im Oberdeck (Anordnung: 2+2) und im mittleren Hauptdeck (Anordnung 2+2+2) an berührungsempfindlichen 18-Zoll-Monitoren mit Fernbedienung. Durch die versetzte Anordnung der Suiten erhält jedes Abteil direkten Zugang zum Gang. Ob der Sitznachbar gerade seinen Sessel zum flachen Bett heruntergefahren hat und schläft, spielt also keine Rolle mehr, wenn man zum Beispiel einmal mitten in der Nacht zur Toilette gehen möchte oder sich in den auffällig breiten Gängen die Füße vertreten will. Selbst die Gangplätze haben jeweils ein eigenes Fenster, das durch eine Art Lichtschacht den ungestörten Blick auf Himmel und Horizont ermöglicht, ohne dass der Lichtschein schlafende oder fernsehende Nachbarn behelligt.

Im hinteren Hauptdeck befindet sich, ohne gesonderte Premium Economy Class davor, das Abteil der regulären Economy Class mit 314 Sitzen (Anordnung 3+4+3) und berührungsempfindlichen Monitoren. Mit insgesamt nur 368 Sitzen hat sich Korean Air, wie auch schon bei ihrer A380 mit nur 407 Sitzen, für eine betont großzügige Konfiguration entschieden. Mit zehn Airbus A380-800 und zehn bestellten Boeing 747-8 Intercontinental gehört Korean Air, wie Lufthansa, zu den wenigen Parallelbetreibern der beiden weltgrößten Passagierflugzeuge. Auch sechs 747-8-Frachter gehören bereits zum Bestand.

Die 1962 gegründete Airline wurde 1969 privatisiert und gehört seitdem dem koreanischen Logistikkonzern Hanjin Group. Heute macht das Skyteam-Mitglied rund zehn Milliarden Dollar Umsatz im Jahr und gehört zu den weltgrößten Luftfrachtairlines. Im Passagierverkehr ist sie weltweit die Nummer 13. „Wir haben unsere Flotte verdoppelt, aber unsere Ziele vervierfacht“, berichtet Korean-Manager Park Jae Yun bei einem FLUG-REVUE-Besuch der Korean-Verwaltungszentrale in Seoul, Mitte Oktober, stolz. Alleine in den vergangenen zwölf Monaten sei die Passagiernachfrage um 14 Prozent gestiegen. Der Gesamtmarkt Korea wachse jährlich um zehn Prozent und erwarte für das Jahr 2015 rund 34 Millionen Passagiere. Bis 2018 rechnet Korea wegen der dann hier stattfindenden Winterolympiade mit nochmaligen Wachstumsschüben. Deshalb wird der moderne Drehkreuzflughafen Seoul-Incheon bereits durch ein zweites Terminal in seiner Kapazität verdoppelt.


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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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