21.01.2013
FLUG REVUE

NTSB untersucht Dreamliner-BatterienNTSB: Dreamliner-Batterie wurde nicht überlastet

Die amerikanische Untersuchungsbehörde NTSB hat erste Zwischenergebnisse zum Batteriefeuer an Bord einer in Boston parkenden Boeing 787 veröffentlicht. Demnach wurden bisher keine Hinweise auf eine vorherige Überspannung in der am 7. Januar in Brand geratenen Batterie gefunden.

Boeing 787 Dreamliner NTSB funktionierende Batterie

Lithium-Ionen-Batterie einer Boeing 787. Foto und Copyright: NTSB  

 

Die für das Starten der Hilfsgasturbine (APU) des Dreamliners zuständige Batterie aus dem hinteren Elektronikraum sei in Washington untersucht worden, teilte das NTSB am Sonntag mit. Die Lithium-Ionen-Batterie sei geröntgt und auch in einem Computer-Tomographen durchleuchtet worden. Anschließend sei die Batterie in ihre acht Zellen zerlegt worden. Drei dieser Zellen seien nochmals detailliert durchleuchtet worden, bevor man sie ebenfalls zerlegt habe. Die internen Komponenten würden derzeit analysiert und dokumentiert.

Außerdem seien Komponenten, wie Kabelbäume, Platinen zur APU-Batteriesteuerung, die APU-Steuerung selbst, das Batterie-Ladegerät und die Steuerungselektronik des Anlassprozesses aus dem Flugzeug entnommen worden.

Am Dienstag werde ein Untersuchungsteam in Arizona das Batterie-Ladegerät testen und Daten aus dessen Steuerung auslesen. Verschiedene andere Komponenten seien zu Boeing nach Seattle und zum Batteriehersteller nach Japan geschickt worden, um diese dort noch eingehender zu untersuchen.

Die jüngste Auswertung des Flugdatenschreibers der Japan Airlines Boeing 787 in Boston deute darauf hin, dass die APU-Batterie ihre Höchstspannung von 32 Volt bei dem Zwischenfall nicht überschritten habe.

In Übereinstimmung mit geltenden Abmachungen habe das NTSB Vertreter nach Japan entsandt, die an der dortigen Untersuchung eines ähnlichen Batteriefeuers vom 15. Januar mitarbeiteten. Im Gegenzug hätten Frankreich und Japan Vertreter zur obigen Untersuchung in die USA entsandt. Beide Untersuchungen dauerten an.

Bis auf weiteres sind alle Dreamliner gegrounded.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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