16.01.2014
aero.de

SicherheitNTSB schaltet sich in neue Boeing 787-Ermittlung ein

Erst vor wenigen Tagen hatte das NTSB seine Ermittlungen zu Vorkommnissen mit den in der Boeing 787 verwendeten Batterien für beendet erklärt. Jetzt gibt ein neuer Zwischenfall den Experten der US Behörde Anlass, die Bücher wieder zu öffnen.

Boeing_787-8_Japan_Airlines_Auslieferung_Everett.jpg

Dreamliner von Japan Airlines. Foto und Copyright: Boeing  

 

Das NTSB wird sich an Ermittlungen des japanischen JCAB zu einem Zwischenfall bei Japan Airlines (JAL) am 14. Januar beteiligen, bei dem am Dienstag aus einer Batterie Rauch ausgetreten war.

Der in Tokio-Narita für einen Flug vorbereitete JAL-Dreamliner JA822A wurde umgehend aus dem Verkehr gezogen, nachdem eine Hauptbatterie weißen Qualm und Batterieflüssigkeit freigesetzt hatte. Boeing vermutet thermisches Durchgehen einer einzelnen Batteriezelle als Ursache.

Taggenau vor einem Jahr - am 16. Januar - hatte die US Luftfahrtaufsicht FAA nach Akkubränden in Boston und Takamatsu eine klare Linie gezogen und die 787 gegroundet. Anfällige Teile des Batteriesystems, dessen Herz zwei leistungsstarke Lithium-Ionen-Akkus bilden, mussten von Boeing in der Folge neu gedacht werden.

Während der dreieinhalbmonatigen Zwangspause durfte nur Boeing selbst - unter strengsten Sicherheitsauflagen - einzelne Testflüge mit der 787 durchführen. Erst Ende April 2013 erlaubte die FAA allen Dreamlinern mit überarbeitetem Batteriesatz die Wiederaufnahme kommerzieller Verkehre.

Beide Hauptbatterien der 787 werden seither in einer feuerfesten Titanbox verpackt und sind mit einer Abluftleitung ausgestattet, die Gase im Notfall über ein Ventil ableitet.  Die acht Batteriezellen wurden gründlicher voneinander abgeschirmt, um im Falle der Überhitzung einer Zelle ein Übergreifen auf Nachbarzellen und somit eine Kettenreaktion zu verhindern.

Diese Konstruktion scheint beim jüngsten Vorfall in Narita gehalten zu haben. Die Überhitzung sei "auf eine einzelne Batteriezelle" begrenzt gewesen, twitterte Boeing noch am Tag des Zwischenfalls.

aero.de / Dennis Dahlenburg


Weitere interessante Inhalte
Produktion läuft nun rund 787: Boeing baut 500. Dreamliner

06.02.2017 - Boeing hat Anfang Dezember den 500. produzierten Dreamliner übergeben. Die Fertigung der zur Familie heranwachsenden 787 in Charleston und Everett läuft nach einer schwierigen Anlaufphase endlich … weiter

Meilenstein so schnell wie nie Boeing feiert 500. Dreamliner-Auslieferung

22.12.2016 - Boeing hat nun 500 Dreamliner an Kunden übergeben. Die 787-8 ging an Avianca. … weiter

Neues Rolls-Royce-Triebwerk für Boeing 787 Trent 1000 TEN fliegt erstmals an einem Dreamliner

08.12.2016 - Nach dem Erstflug an einer Boeing 747-200 im März bringt die neue Variante des Trent 1000 zum ersten Mal eine Boeing 787 in die Luft. … weiter

Air France übernimmt ihre erste 787 Boeing liefert 500. gebauten Dreamliner aus

05.12.2016 - Am Freitag ist die erste Boeing 787 für Air France in Paris eingetroffen. Das via AerCap geleaste Flugzeug ist der 500. Dreamliner, den Boeing gebaut hat. … weiter

Jumbo-Jet-Kunden Top 10: Airlines mit der größten Boeing 747-Flotte

15.11.2016 - Viele Jahrzehnte war die Boeing 747 das größte Passagierflugzeug der Welt. Fast jede internationale Airline auf der Welt setzte auf den Jumbo Jet aus Seattle. Wer kaufte die meisten Exemplare? Darüber … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
06.02.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Airbus gegen Boeing
- Letzter Flug der QF-4
- Flybe expandiert
- X-Planes der NASA
- Watt-Flughafen Barra
- Erfolgsmodell Suchoi Su-30
- Datenrelaissystem im All

aerokurier iPad-App