11.07.2016
FLUG REVUE

Boeing und Airbus veröffentlichen 20-Jahres-PrognoseWeltweite Flotte wird sich bis 2035 verdoppeln

Airbus und Boeing haben im Rahmen der Farnbourough Air Show jeweils ihre 20-Jahre-Prognose veröffentlicht. Demnach wird der kommerzielle Luftverkehr stark wachsen, da sind sich die Hersteller einig.

fr 11-2014 A320 gegen 737-teaserbild

Mit neuen Triebwerken und optimierten Details treten der Airbus A320neo und die Boeing 737 MAX gegeneinander und gegen neue Konkurrenten an. Foto und Copyright: Boeing, Airbus  

 

Der europäische Flugzeugbauer Airbus geht bis zum Jahr 2035 von einem weltweiten Bedarf von über 33.000 kommerziellen Flugzeugen aus. Das hat er auf der Airshow in Farnborough bekannt gegeben. 13.000 davon sollen dabei alternde Maschinen ersetzen. Die restlichen 20.000 werden für eine Verdoppelung der heutigen Flotte sorgen. Die Passagierzahlen werden demnach in diesem Zeitraum jedes Jahr um 4,5 Prozent zunehmen.

Hauptgründe für dieses starke Wachstum sind demnach steigender Wohlstand in der Mittelschicht in den Wachstumsmärkten wie beispielsweise Indien und China. Dort werden insbesondere die Inlandsverkehre stark zunehmen. Doch auch Westeuropa und Nordamerika werden nach Ansicht von Airbus in den kommenden Jahren jeweils Zuwächse von 3,7 Prozent verzeichnen können.

Das spiegelt auch die Verteilung der prognostizierten Auslieferungen wieder: 71 Prozent der neuen Flugzeuge werden Standardrumpfflugzeuge in der Größe eines Airbus A320 oder einer Boeing 737 sein. Über ein Drittel dieser Produktion wird in die Wachstumsmärkte Asiens ausgeliefert werden.

Der amerikanische Konkurrent Boeing geht von einer ähnlichen Entwicklung aus: Dessen gleichzeitig veröffentlichte Prognose geht im selben Zeitraum sogar von 39.620 ausgelieferten Flugzeugen aus, wovon 28.140 Standartrumpfflugzeuge sein werden.

Bei den Großraumflugzeugen geht Airbus über 20 Jahre von 9.500 Einheiten und Boeing von 9.100 Einheiten aus. Uneinig sind sich die Prognosen hingegen bei der Flugzeuggröße: Airbus sieht die Zukunft im obersten Marktsegment, wie der A380 und der Boeing 747. Am Beispiel London Heathrow habe man sehen können, wie man mit der vorhandenen Infrastruktur und größeren Flugzeugen mehr Menschen transportieren könne. Boeing sieht hingegen nur Potenzial für 530 Flugzeuge im Segment über 400 Sitzplätze und geht von einer Bewegung hin zu kleineren Großraumflugzeugen wie der 787 oder der A330 aus, die fernab der großen Hubs direkte Punkt-zu-Punkt-Verkehre bedienen werden.



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