03.12.2010
FLUG REVUE

Qantas A380: ATSB veröffentlicht Faktensammlung

Nach dem gestrigen Vorwurf von Fertigungsmängeln bei der Herstellung des ausgefallenen Rolls-Royce Trent 900-Triebwerks der Qantas A380 in Singapur, hat die australische Untersuchungsbehörde ATSB am Freitag die angekündigte Faktensammlung zum Ablauf des Zwischenfalls veröffentlicht. Unterdessen hat die EASA hat bereits einer Software-Änderung am Trent 900 zugestimmt.<br />

"Wir befinden uns immer noch in den frühen Stufen der Untersuchung", erklärte ATSB-Chef Martin Dolan. "Trotzdem ist bereits Beachtliches geleistet worden, um eine Wiederholung zu verhindern."

Das Versagen einer Turbinenscheibe nach zu hoher Drehzahl habe schwere Schäden an den Systemen und an der Struktur des Flugzeugs verursacht. Die Ursache hänge mit einem möglichen Fertigungsproblem im Bereich der Ölversorgung der Hochdruck- und Mitteldruckturbine einiger Triebwerke zusammen. Dadurch enstehe die Gefahr von Ermüdungsbrüchen, Ölverlusten und Ölbränden.

Die betroffenen Triebwerke würden inspiziert und beim Vorliegen des Problems aus dem Flugbetrieb genommen. Außerdem habe die europäische Luftfahrtbehörde European Aviation Safety Agency (EASA) eine Modifikation der Triebwerkssteuerungssoftware autorisiert, durch die das Risiko von Turbinenscheibenbrüchen nach Überdrehzahl reduziert werden solle.

Das ATSB setze seine Untersuchungen fort. Dazu zählten fortgesetzte Laboranalysen der Turbinenscheibe und anderer Triebwerkskomponenten, die Auswertung der aufgezeichneten Daten, eine Schadensanalyse des Flugzeugs und eine Detailanalyse des Verhaltens der Besatzung und der Rettungskräfte.



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