17.06.2016
FLUG REVUE

Zweitägige Visite mit Zeit am Oldie-SteuerradRiesenflugboot Martin Mars nimmt Gastpiloten mit

Coulson Flying Tankers bietet, gegen Gebühr, Gastpiloten einmalige Mitflüge auf der Martin Mars an. Der legendäre viermotorige Flugboot-Oldie aus dem Zweiten Weltkrieg darf dabei sogar gesteuert werden.

Martin Mars Tanker

Das größte Flugboot der Welt kann man nun selbst fliegen. Foto und Copyright: Coulson Group of Companies  

 

Bis zu vier Gastpiloten könnten an Bord der jeweils zweitägigen "Familiarisierungskurse" mitfliegen, teilte der letzte Martin-Mars-Betreiber Coulson Flying Tankers aus Kanada mit. Diese einmalige Gelegenheit biete Luftfahrtenthusiasten die Chance, eines der größten Flugzeuge aller Zeiten unter Aufsicht selber zu steuern.

"Diese Flugzeuge halten viele Weltrekorde aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Bevor sie für immer abgestellt werden, bieten wir den Fans eine Chance, dieses unglaubliche Stück Luftfahrtgeschichte zu fliegen", sagte Wayne Coulson, der Vorstandsvorsitzende und Präsident der Löschflugzeugfirma Coulson Flying Tankers.

Zweitägige Seminare für Gastpiloten

Die zweitägigen Gastflugseminare bestehen am ersten Tag zunächst aus einer ausführlichen Orientierung mit Training im "Rollen" auf dem Wasser und einer Nachbesprechung. Am zweiten Tag wird es dann "ernst" und jeder der bis zu vier Gastpiloten darf dann rund eine Stunde ans Steuer. Bei der Martin Mars handelt es sich dabei um große "Steuerräder". Das nicht ganz billige, aber vermutlich unwiederbringliche, Vergnügen kostet 25000 US Dollar pro Teilnehmer. Für Gruppenbuchungen kündigte Coulson Rabatte an.

Die beiden privat betriebenen, gewaltigen Löschbomber sind trotz ihrer Leistungsfähigkeit vom Aus bedroht, weil ihr Betrieb zu teuer wird und die örtlichen kanadischen Behörden eine pauschale Vorausbuchung und Vorausbezahlung für die jeweils folgende Brandaison zunehmend ablehnen.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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