18.12.2013
FLUG REVUE

Neue Kooperation für Antonow-FrachterRussland und Ukraine wollen wieder An-124 bauen

Im Rahmen ihres am Dienstag unterzeichneten Regierungsabkommens wollen Russland und die Ukraine auch den Flugzeugbau in Gang bringen und den ukrainisch-russischen Schwerlasttransporter Antonow An-124 wieder neu auflegen.

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Der Schwerlasttransporter An-124 von Antonow soll in einer verbesserten Ausführung wieder neu aufgelegt werden. Foto und Copyright: Antonov Design Bureau  

 

Der russische Rundfunksender "The Voice of Russia" meldete, die Wirtschaftsminister beider Staaten hätten im Anschluss an das Treffen der Regierungschefs am Dienstag in Moskau ein Abkommen unterzeichnet, das die Regierungsunterstützung bei der Wiederaufnahme der Serienproduktion der Antonow An-124 mit unterschiedlichen Versionen des Triebwerks D-18T vorsehe.

Der vierstrahlige Schwerlasttransporter wurde bereits in Kiew und Uljanowsk produziert. Antonow und Aviastar haben die verbesserte Version An-124-100M entwickelt, die bis zu 150 Tonnen Nutzlast transportieren kann, eine Höchststartmasse von bis zu 420 Tonnen aufweist, bis zu 6500 Kilometer Reichweite schafft und eine Betriebsdauer von 24000 Stunden erreicht. Ein bordeigenes Ladesystem kann Ladegüter bis zu 40 Tonnen Masse aufnehmen. 

Wegen der abgebrochenen Serienfertigung und Zulieferketten stehen Antonow und die russische Luftfahrtholding UAC vor umfangreichen Wiederanlaufinvestitionen. Interesse an dem modernisierten Transporter haben neben der russischen Luftwaffe auch zivile Schwerlast-Luftfrachtunternehmen angemeldet. Derzeit stehen 26 Flugzeuge älterer Versionen bei zivilen Airlines im Dienst und mindestens 14 bei der russischen Luftwaffe.

Laut der Meldung der "Stimme Russlands" hat der ukrainische Präsident Janukowitsch außerdem eine gemeinsame Initiative zur Herstellung der Serienreife des Militärtransporters Antonow An-70 ins Gespräch gebracht. "Einige kleinere Arbeiten bleiben noch zu erledigen, bevor die An-70 in Serie gebaut werden kann", habe Janukowitsch erklärt.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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