08.12.2014
FLUG REVUE

NASA-Boeing 747SP überholtSOFIA absolviert D-Check in Hamburg

Seit dem Sommer war SOFIA, das fliegende Infrarotteleskop von NASA und DLR, in Hamburg zu einer großen Inspektion. Rund 50.000 Arbeitsstunden bei Lufthansa Technik später ist das amerikanische Forschungsflugzeug mit deutscher Beteiligung wieder fit für neue Einsätze.

LHT Sofia

Nach einem D-Check in Hamburg kann SOFIA wieder zu neuen Forschungsflügen starten. Foto und Copyright: Lufthansa Technik  

 

Die zur fliegenden Sternwarte umgebaute Boeing 747SP könne in den nächsten Tagen übergeben werden, meldete Lufthansa Technik am Montag. Die verkürzte Version des Jumbo Jets war in fünf Arbeitsphasen überholt worden: Ankunft, Inspektion, Modifikation, Installation und Abnahme. Wegen ihres mit 48 Tonnen Masse besonders schweren Teleskop-Hecks musste die 747SP im Dock mit fünf Hebern, statt der üblichen drei, aufgebockt werden.

Betreiber sind die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Die Abkürzung SOFIA steht für "Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie". Die Mitarbeiter des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) nutzten die Wartungszeit während des D-Checks in Hamburg, um auch das Teleskop einer Generalüberholung zu unterziehen. Das an der Universität Stuttgart beheimatete und vom DLR beauftragte DSI koordiniert die deutschen Betriebsbeiträge.

Das Flugzeug kann über den Wasserdampfwolken der unteren Luftschichten fliegen und ungestört Bilder aus seiner Reiseflughöhe aufnehmen. Dazu öffnet es im Flug eine vier mal sechs Meter große Seitenluke im umgebauten Hauptdeck, unter der sich das Infrarotteleskop verbirgt. "Nach der Generalüberholung in Hamburg soll SOFIA ab 2015 mit rund 100 geplanten Beobachtungsflügen pro Jahr für viele Jahre ein einzigartiges wissenschaftliches Werkzeug für Infrarot-Astronomie sein“, sagte Eddie Zavala, SOFIA-Programmleiter der NASA.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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