30.05.2017
FLUG REVUE

Museum übernimmt historischen Qantas-VierstrahlerTravolta stiftet seine Boeing 707

Der Schauspieler John Travolta hat seine private Boeing 707 einem australischen Luftfahrtmuseum vermacht. Der historische Vierstrahler stand einst bei Qantas im Liniendienst.

Boeing 707-138B John Travolta

In den historischen Qantas-Farben der frühen sechziger Jahre nutzte John Travolta seine Boeing 707-138B als Privatjet. Foto und Copyright: HARS  

 

"Meine geliebte Boeing 707 habe ich der Historical Aircraft Restoration Society (HARS) in der Nähe von Sydney vermacht", teilte der Schauspieler am Wochenende mit. "Fliegen ist meine Leidenschaft und ich bin sehr dankbar, dass ich viele Flugstunden in so einem schönen Flugzeug sammeln durfte", erklärte der Privatpilot mit Jet-Lizenz. 

Die von Travolta gestiftete Boeing 707-138B, N707JT trägt seit 2002 wieder die historischen Farben von Qantas, in denen sie 1964 ausgeliefert worden war. Travolta fungiert für die Fluggesellschaft auch als deren "Markenbotschafter" und trat dabei teilweise mit seiner 707 und in einer eigens verliehenen Qantas-Kapitänsuniform auf.

Laut Travolta braucht der Jet-Oldie "eine Menge Arbeit", bevor er wieder lufttüchtig wird. Diese Aufgabe wollen nun Freiwillige HARS-Helfer übernehmen. Er kenne die Vereinigung und sei in einer dort restaurierten Super Constellation mitgeflogen, die sich zuvor in sehr schlechtem Zustand befunden habe. Travolta hoffe, die 707 persönlich auf dem Überführungsflug nach Australien begleiten zu können, der von zwei Banken und einer Versicherung unterstützt werde.

Die 707 war als VH-EBM, "City of Launceston" im September 1964 in Dienst gestellt worden und flog bis 1968 bei Qantas. Danach gehörte sie zur Flotte von Braniff, wonach sie zum Privatjet umgebaut wurde. Travolta kaufte den Jet 1998. Er lebt in Florida auf einem Anwesen mit Landebahn, wo die 707 direkt neben der Villa auf einer Stellfläche mit anderen privaten Flugzeugen des Schauspielers parkt. HARS kündigte an, ein Ingenieurteam nach Florida zu entsenden, das die nötigen Arbeitsschritte zur Wiederinbetriebnahme des seit dem Jahreswechsel abgestellten Vierstrahlers ermitteln und dafür einen Zeitplan entwickeln soll.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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