20.04.2016
FLUG REVUE

"Pro Forma"-Schulungszentrum für KundenpilotenTRU liefert Boeings ersten 777X-Simulator

Boeing hat das Unternehmen TRU Simulation + Training (TRU) mit der Lieferung der ersten Flugsimulatoren der künftigen Boeing 777X beauftragt.

Boeing 777-9

Boeing erhält ab 2019 neue Simulatorsuiten für die neue Großraum-Zweistrahlergeneration Boeing 777X. Das Bild zeigt deren größte Version Boeing 777-9. Foto und Copyright: Boeing  

 

Die sogenannten "Simulator-Suiten" bestünden jeweils aus einem Full Flight Simulator und einem Flachbildschirm-Cockpittrainer, teilte Boeing mit. Die Suiten werden in den Boeing-Trainingszentren installiert, wo der Hersteller unter dem Markennamen "Pro Forma" Trainingseinheiten für Kundenpiloten durchführt. Diese Trainingspakete gehörten direkt zum Flugzeugkauf. 

Außerdem wird TRU direkt an die Boeing-Entwicklungsabteilung einen weiteren 777X-Simulator liefern, der dort für die technische Weiterentwicklung der 777X genutzt werden soll. Alle Simulator-Suiten sollen 2019 betriebsbereit sein.

"Unsere Kunden brauchen hochwertige Trainingseinrichtungen und sehr zuverlässige Full-Flight-Simulatoren, um ihre Piloten zu schulen", sagte die Leiterin der Boeing-Trainingssparte Sherry Carbary. "Wir sind stolz, wieder mit TRU zusammenzuarbeiten, um modernste Flugtrainingseinrichtungen zu bauen."

TRU liefert Boeing auch schon Simulatoren für die 737 MAX

Boeing hatte schon 2014 TRU beauftragt, 737-MAX-Simulatoren zu liefern. Derzeit sind vier Full Flight Simulatoren bestellt. Bis die neuen 777X-Simulatorsuiten laufen, können deren Kunden ihre Piloten auch mit herkömmlichen 777-Simulatoren ausbilden. Danach ist nur noch ein kurzer Umschulungskurs nötig. Boeing Flight Services betreibt 16 Ausbildungszentren auf sechs Kontinenten, die Piloten, Flugbegleiter und Techniker von 400 Kundenairlines betreuen.

Der weltweit größte Zweistrahler Boeing 777X, bisher sind 320 Flugzeuge für sechs Kunden, darunter Lufthansa, bestellt, soll laut Boeing zwölf Prozent weniger Kraftstoff als die Konkurrenz verbrauchen und zehn Prozent niedrigere Betriebskosten aufweisen. Die Boeing 777X hat eine elektronische Flugsteuerung über Steuerhörner und Seitenruderpedale. Ihr Cockpit mit doppelten Head-up-Displays orientiert sich stark an dem der Boeing 787.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
20 Boeing 777-9 und 19 Boeing 787-10 Singapore Airlines wird neuer 777X-Kunde

09.02.2017 - Singapore Airlines hat am Donnerstag seine Kaufabsicht für 20 Boeing 777-9 und 19 weitere 787-10 bekannt gegeben. … weiter

Zweite Triebwerksstörung einer 777 im LH-Konzern Boeing 777 von Austrian landet nach Triebwerksausfall zwischen

06.02.2017 - Eine Boeing 777 von Austrian Airlines auf dem Weg von Bangkok nach Wien landete am Montag nach einem Triebwerksausfall unbeschadet in Istanbul zwischen. Es ist bereits der zweite Triebwerksausfall an … weiter

Mit Qatar Airways von Doha nach Auckland Längster Nonstop-Linienflug der Welt

06.02.2017 - Mit der Landung einer Boeing 777-200LR aus Doha nach 16 Stunden und 23 Minuten Flugzeit in Auckland hat Qatar Airways am Montag einen neuen Rekord für den längsten Nonstop-Linienflug der Welt … weiter

US-Sportfinale im Flug sehen Turkish Airlines überträgt "Super Bowl"

31.01.2017 - Am 5. Februar überträgt Turkish Airlines das amerikanische NFL-Finale "Super Bowl" live an Bord ihrer Flugzeuge mit Internet. … weiter

ANA Neuer Star-Wars-Jet bald im Einsatz

19.01.2017 - Die japanische Fluggesellschaft ANA hat den Termin des ersten Fluges ihres C-3PO-Jets bekanntgegeben. Das Flugzeug wird allerdings nur auf Inlandsstrecken eingesetzt. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App