03.07.2014
FLUG REVUE

Airbus A380 kehrt nach Los Angeles umÜberschwemmung im Oberdeck

Ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Qantas musste wegen einer Störung der Frischwasserleitung im Oberdeck kurz nach dem Abheben Richtung Australien zum Startflughafen Los Angeles zurückkehren.

Qantas Airbus A380 Finkenwerder

Die Kabineneinrichtung aller Airbus A380 wird in Hamburg-Finkenwerder eingebaut. Archivbild und Copyright: Stolzke/FLUG REVUE  

 

Die 2008 gebaute "Fergus McMaster," eine A380-842 mit der Werknummer 26 und der Registrierung VH-OQD, war am Dienstagabend Ortszeit als Flug QF94 in Los Angeles zum rund 14-stündigen Flug nach Melbourne aufgebrochen, als es knapp eine Stunde nach dem Start im hinteren Bereich des Oberdecks, im Bereich einer Küche der Business Class, zu einer Störung der Frischwasseranlage kam. Fotos und Filme von Mobiltelefonen der Passagiere an Bord zeigen Fluggäste der Business Class, die im Oberdeck auf ihren Sitzpolstern der mittleren Reihen stehen, während eine größere Wassermenge heckwärts durch den Kabinengang rinnt. Andere Bilder zeigen, wie das, grob geschätzt, bis zu einem Zentimeter hoch stehende Wasser die Treppe im Heck hinunterläuft, bevor die Besatzung einen kleinen "Schutzdeich" aus Decken und Kissen zur Abdichtung errichtet hatte. Auch von der Decke des Hauptdecks tropfte das Wasser auf die Gäste der Economy Class herab.

Laut australischen Medienberichten konsultierte die Besatzung des Flugzeugs die Technik-Zentrale von Qantas und beschloss, nach Los Angeles zurückzukehren. Die dortige Landung nach zwei Stunden und 24 Minuten Flugzeit verlief ohne Probleme. Bei Überschwemmungen an Bord eines Flugzeugs drohen grundsätzlich elektrische Kurzschlüsse und Systemausfälle bis hin zur Gefahr von Bränden. Es ist der erste bekannt gewordene Fall einer Überschwemmung in diesem Ausmaß an Bord einer A380.

Laut Qantas habe die Kabinenbesatzung betroffene Passagiere umgesetzt und mit trockenen Decken versorgt. Es habe keinerlei Gefahr, sondern nur eine "Unbequemlichkeit" bestanden. Man habe die Fluggäste in Hotels untergebracht. Qantas stehe in Verbindung mit Airbus, um die Ursache der Störung zu ermitteln. Das Flugzeug parkt mittlerweile mit geöffneten Kabinentüren in einem Hangar in Los Angeles.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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