10.08.2010
FLUG REVUE

Chef von EADS North America in Alaska abgestürztUPDATE: Chef von EADS North America überlebt Flugzeugabsturz

Sean O’Keefe, der Vorstandsvorsitzende (CEO) von EADS North America, ist mit einer DHC-3T Turbo Otter in Alaska abgestürzt. An Bord war auch der ehemalige Senator Ted Stevens, der nach Angaben der Rettungskräfte den Absturz nicht überlebt hat.

EADS North America Sean O Keefe

Sean O'Keefe war NASA-Chef, bevor er zum CEO der EADS North America gewählt wurde. Foto und Copyright: © EADS  

 

O'Keefe sei als einer von neun Passagieren in einem privaten Flugzeug gereist, das am Montag Abend gegen 20.00 Uhr Ortszeit im Süden Alaskas abgestürzt sei, teilten Nachrichtenagenturen am Dienstag mit. Die örtlichen Behörden hätten unter der Leitung der Alaska Army National Guard eine Rettungsaktion eingeleitet und berichteten von vier Überlebenden. Die Rettungskräfte hatten aufgrund des schlechten Wetters und des unzugänglichen Geländes rund zwölf Stunden benötigt, um zur Absturzstelle vorzudringen. Dass die Absturzstelle überhaupt so schnell gesichtet worden ist, sei nach Behördenangaben, ein sehr glücklicher Zufall. Das Flugzeug stand nicht in Funkkontakt mit der Flugsicherung und hatte auch keinen Flugplan aufgeben. 

Nach Angaben der renommierten Webseite "Aviation Safety Net" gehörte das Flugzeug vom Typ DHC-3T Turbo Otter mit der Registrierung N445A der GCI Communication Corp. und war mit den Passagieren unterwegs zu einem Angelausflug.

Am späten Abend gab ein Sprecher der Alaska Army National Guard bekannt, dass der ehemalige republikanische Senator Ted Stevens (86) den Absturz nicht überlebt hätte. O'Keefe und sein 17-jähriger Sohn, der ebenfalls an Bord war, wurden nach Behördenangaben verletzt geborgen. Insgesamt sollen vier Insassen den Absturz des Flugzeugs überlebt haben. 

Die N445A wurde 1957 gebaut und im Frühjahr 2005 einer Generalüberholung unterzogen, bei der sie auch einen Turboprop-Antrieb anstelle des Sternmotors erhielt. Sie war mit amphibischen Schwimmern anstelle eines normalen Landfahrwerks versehen.

In Alaska sind Kleinflugzeuge ein normales Verkehrsmittel, da viele Orte und Jagd- und Fischerhütten (so genannte Lodges) über keinerlei Landverbindung zu erreichen sind. Flüge nach Sichtflugregeln gehören zum Alltag, ebenso ist es völlig normal, dass Flugzeuge aufgrund der Topographie nicht ständig Funkverbindung zur Flugsicherung halten.

 

 




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