07.10.2011
FLUG REVUE

IG Metall Küste droht mit Warnstreiks bei Airbus in DeutschlandUPDATE: IG Metall Küste mit Warnstreiks bei Airbus in Deutschland

Im Streit um einen sogenannten Zukunftstarifvertrag droht die Gewerkschaft IG Metall Küste an den deutschen Airbus-Standorten Hamburg, Bremen, Buxtehude und Stade mit Warnstreiks.

Die betriebliche Tarifkommission habe Warnstreiks an den vier Standorten Bremen, Buxtehude, Hamburg und Stade beschlossen, hatte die IG Metall Küste schon am 29. September mitgeteilt. Über den Zeitpunkt der Warnstreiks entscheide die IG Metall Bezirksleitung Küste. Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main hatte solche Streiks grundsätzlich für zulässig erklärt. 

Strittig ist, nach Angaben der Gewerkschaft, vor allem eine von der Arbeitgeberseite geforderte jährliche Produktivitätserhöhung um acht Prozent. Die Gewerkschaft halte jährlich zwei Prozent für realisierbar, was nach ihrer Berechnung bis 2020 eine Einsparung von rund einer Milliarde Euro ermögliche. 

Airbus beschäftigt in Deutschland rund 16000 Mitarbeiter. Diese fordern angesichts prall gefüllter Auftragsbücher bis zum Jahr 2020 Beschäftigungs-, Einkommens- und Standortgarantien. Die Verhandlungen dauern bereits über ein Jahr. Außerdem wird über die erweiterte Mitsprache bei der Einrichtung von Zeitarbeit verhandelt, die bei Airbus in großem Stil -zu Tarifgehältern- genutzt wird.

UPDATE:
Die IG Metall Küste hat die 16000 deutschen Airbus-Beschäftigten für Freitag zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen begannen in Hamburg, Bremen, Buxtehude und Stade. 
Airbus erklärte unterdessen, das Unternehmen bestätige seine Zusage, die Beschäftigung bei Airbus in Deutschland bis Ende 2020 zu sichern. In diesem Jahr werde man in Deutschland bis zu 1000 neue Mitarbeiter fest einstellen. Im vergangenen Jahr seien es 700 gewesen. Für den Warnstreik der IG Metall habe Airbus kein Verständnis.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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