11.01.2013
FLUG REVUE

US-Verkehrsminister kündigt Dreamliner-Untersuchung anUS-Verkehrsminister lässt Dreamliner untersuchen

US-Verkehrsminister Ray LaHood kündigte am Freitag an, nach der jüngsten Pannenserie mit Hilfe der Luftfahrtbehörde FAA die Flugsicherherheit der Boeing 787 untersuchen zu lassen. Er selber würde aber auch weiterhin jederzeit in einen Dreamliner einsteigen, so der Minister.

Boeing 787 - Elektronikraum

Ein NTSB-Inspektor untersucht den Elektronikraum einer Boeing 787 in Boston, nachdem dort am Boden eine Batterie in Brand geraten war. Foto und Copyright: NTSB  

 

Nach den Worten des US-Verkehrsminsters soll die US-Luftfahrtbehörde sich nun noch einmal einen Gesamtüberblick über die Konstruktion, das Produktionskonzept sowie über die Herstellungsabläufe und -partner verschaffen. Es gehe darum, die Ursachen der jetzigen Zwischenfälle aufzuklären, um eine Wiederholung zu verhindern. Sicherheit sei die Top-Priorität, sagte LaHood.

In Anwesenheit des Boeing-Chefs der Zivilflugsparte, Ray Conner, sagte der FAA-Chef Michael Huerta, "wir halten den Dreamliner für sicher". Man werde nun alle "kritischen Systeme" nochmals prüfen, um ein übergeordnetes Gesamtbild zu gewinnen. "Wir machen uns Sorgen über die Zwischenfälle", erklärte der Behördenleiter.

Ray Conner sagte der FAA Boeing-Unterstützung zu. Jeden Tag gebe es 150 Flüge mit Boeing 787. Bisher sei eine Million Fluggäste befördert worden. Die Einsatzzuverlässigkeit liege, wie einst bei der Boeing 777, bei deutlich über 90 Prozent und damit auf sehr hohem Niveau. Boeing wolle trotzdem jedes Problem ausräumen.

Conner sagte, nach seiner Einschätzung hingen die jüngsten Probleme nicht mit dem Thema Outsourcing zusammen. In der US-Presse hatte es Berichte gegeben, bei Unterauftragnehmern von Boeing-Zulieferern in Mexiko gefertigte Elektronikplatinen könnten für die Pannenserie mitverantwortlich sein.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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