24.10.2013
FLUG REVUE

BuchstabenkundeWie ein Airbus sein Kennzeichen bekommt

Dr. Justin Gordon Abdy wartet. Er steht am Gate an der Fensterfront und lässt seinen Blick über das Rollfeld des Flughafens schweifen. Es dämmert. Im Geiste geht er noch einmal seine Unterlagen für den heutigen Vortrag durch. Aus dem Augenwinkel bemerkt er ein weiß-rotes Flugzeug hinter der Glasscheibe. Es rollt langsam zur Startbahn. D-ABDY.

airberlin Airbus A320 Heck Kennzeichen D-ABDY

Weltweit wird jedes Flugzeug eindeutig benannt, damit es überall genau zu identifizieren ist. Foto und Copyright: airberlin  

 

Fünf Buchstaben auf dem Flugzeugheck wecken plötzlich seine Aufmerksamkeit. Abdy ist sein Name! Er führt zurück auf englische Ritter und Freiherren des 17. und 18. Jahrhunderts. Er fragt sich, wie er auf das Heck des Flugzeugs kommt und zückt sein Smartphone. Er forscht nach.

Das Flugzeug mit dieser Kennzeichnung ist ein Airbus A320 von airberlin. Weltweit wird jedes Flugzeug eindeutig benannt, damit es überall genau zu identifizieren ist. Die Flugzeugkennzeichnung wird in Deutschland bei der Bundesoberbehörde der zivilen Luftfahrt, dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) in Braunschweig, vergeben. Es gibt eine internationale Systematik, nach der die Kennzeichnung erfolgt. Der erste Buchstabe - oder, weil es hunderte von Fluggesellschaften aiuf der Welt gibt, eine Buchstaben- und/oder Zahlenkombination - repräsentiert das Land des Betreibers – in diesem Fall „D“ für Deutschland. Hinter dem Bindestrich schließt sich ein Buchstabe an, der die höchste zugelassene Startmasse des Flugzeugs benennt. Alle mit dem Buchstaben „A“ hinter der Landeskennung sind mehr als 20 Tonnen schwer. Dieser Airbus ist sogar für ein MTOW (Maximal Take-Off Weight) von 77 Tonnen zugelassen.


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