21.08.2009
FLUG REVUE

Moskau: Land Brandenburg unterzeichnet Kooperationspapier mit Russland für die LuftfahrtindustrieLand Brandenburg will mit russischer Luftfahrtindustrie kooperieren

Brandenburgs Staatskanzlei hat gestern in Moskau eine "Roadmap" unterzeichnet. Das Strategiepapier mit Russland sieht eine langfristige Kooperation Brandenburgs mit der Luft- und Raumfahrtindustrie Russlands vor.

Zur Ausgestaltung der künftigen Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und der Russischen Föderation im Bereich Luft- und Raumfahrt sei gestern in Moskau eine so genannte "Roadmap" unterzeichnet worden, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit. Das Dokument trage die Unterschriften vom Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Appel, sowie vom stellvertretenden Minister für Industrie und Wissenschaft des Moskauer Gebietes, Michail Savin, und der Leiterin Strategische Planung des Ministeriums für Industrie und Handel der Russischen Föderation, Ljudmila Rostovtseva.

Bei der künftigen Zusammenarbeit gehe es um eine Verbesserung der technischen und wirtschaftlichen Standards der Luftfahrttechnik. Dabei spielten Umweltschutz und Sicherheitsaspekte eine herausragende Rolle. Die Roadmap behandele alle wichtigen Themen, die auf eine Minimierung des Treibstoffverbrauchs und des Einsatzes gewichtsreduzierender intelligenter Materialien abzielten.

Drei Bereiche sollten mit Vorrang behandelt werden: Alternative Treibstoffe, Triebwerks-Lärmreduzierung sowie Flugsicherheit. Die Regierungen beider Seiten verstünden sich als Türöffner für technologisch ehrgeizige Projekte, die von Industrie und Forschung umgesetzt werden sollten, erklärte die Staatskanzlei.

Appels Besuch knüpfe an eine Reise von Ministerpräsident Matthias Platzeck im August 2007 in die russische Hauptstadt an. Platzeck habe damals auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse MAKS einen Dialog im Bereich Luft- und Raumfahrt angeregt und dieses Thema auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2008 in Berlin vertieft.

Brandenburg verfüge ebenso wie Russland über große Kompetenzen und vielfältige Potenziale im Bereich der Luft- und Raumfahrt. In der Region Berlin-Brandenburg seien Hochtechnologieunternehmen angesiedelt, die eng mit den wissenschaftlichen Einrichtungen und forschungsintensiven Hochschulen der Region kooperierten. Ein Beispiel dafür sei der Lehrstuhl "Verbrennungskraftmaschinen und Flugantriebe" der BTU Cottbus, der auch Triebwerkstechniker ausbilde, die von der in Brandenburg angesiedelten Luft- und Raumfahrtindustrie intensiv nachgefragt würden.




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