31.10.2013
FLUG REVUE

Kosten und RegularienLuftrettung in Deutschland unter Druck

Veränderungen in der demographischen Entwicklung, in der Krankenhauslandschaft sowie neue verschärfte Regularien machen der Luftrettung in Deutschland zu schaffen.

EC135 ADAC Nachts

Allein die ADAC Luftrettung wird in den nächsten vier Jahren 135 Millionen Euro in neue Hubschrauber investieren (Foto: ADAC)  

 

„Luftrettung in Deutschland kann nicht kostendeckend geleistet werden. Die Lücke zwischen den finanziellen Erfordernissen durch neue Vorschriften zur Rückerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen wird immer größer“, erklärte Susanne Matzke-Ahl, Geschäftsführerin der ADAC Luftrettung auf der 15. Fachtagung Luftrettung in Mainz, die heute zu Ende ging.

Vor dem Hintergrund eines spürbar zunehmenden akutmedizinischen Mangels in ländlichen Regionen muss eine Ausdehnung der Betriebszeiten nach Bedarf möglich sein. „Es darf heute nicht mehr sein, dass Menschen in Not nachts zu spät oder gar nicht geholfen wird. Alle Voraussetzungen für Rettungsflüge nach Sonnenuntergang  sind erfüllt“, erklärte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung.

Auch die im April 2013 in Kraft getretene EU-Vorschrift, nach der Piloten ab 60 Jahren nicht mehr alleine fliegen dürfen, muss auf den Prüfstand. „Derzeit gilt zwar noch eine Ausnahmeregelung für Deutschland. Wenn die aber ausläuft und nicht verlängert wird, ist eine flächendeckende Versorgung aufgrund personeller Engpässe gefährdet“, so Bruder.




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