02.12.2013
FLUG REVUE

Amazon testet "Octocopter"Nahbereichs-Paketzustellung per Drohne?

Der Internet-Handelskonzern Amazon testet in seinem Entwicklungslabor die automatische Express-Paketzustellung per Hubschrauber-Drohne. Die Nutzbarkeit der unbemannten Luftfahrzeuge für die Zustellung von Paketsendungen ist aber noch von diversen behördlichen Freigaben abhängig.

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Die "Octocopter"-Drohne von Amazon Prime Air könnte eines Tages Nahbereichsauslieferungen eiliger Paketsendungen übernehmen. Die Test-Nutzlast befindet sich in der braunen Plastikbox. Foto und Copyright: Amazon Prime Air  

 

"Octocopter"-Drohne von Amazon Prime Air. Copyright: Amazon

Amazon teste seinen neuen Zustelldienst unter dem Namen "Prime Air", teilte das Unternehmen mit. Bei der bisherigen Testreihe werden automatisch stabilisierte Hubschrauberdrohnen verwendet, deren acht Rotoren elektrisch angetrieben werden. Die unbemannten "Octocopter" mit 16 Kilometer Einsatzradius können unter dem Rumpf eine etwa knapp DIN A4-große Plastikbox befördern, aufnehmen und ablegen, in der sich die Nutzlast mit bis zu 2,27 Kilogramm Masse befindet. 86 Prozent aller Amazon-Sendungen liegen in diesem Gewichtslimit. Amazon plant den Einsatz der Drohne bisher nur im Nahbereich um die Auslieferungszentren herum. Die maximale Flugdauer der Drohne soll bei rund 30 Minuten liegen.

Das Unternehmen teilte mit, man wolle technisch über die Fähigkeit zum Drohnenflug verfügen, sobald einmal eine behördliche Genehmigung dazu vorliege. Nach jetzigem Stand sei diese nicht vor dem Jahr 2015 zu erwarten. Dann sei die Technik einsatzbereit. Amazon arbeite gemeinsam mit der US-Luftfahrtbehörde FAA an Einsatzregeln und Anflugverfahren für die Drohnen, bei denen die öffentliche Sicherheit im Vordergrund stehe. Die Luftfahrzeuge seien mehrfach redundant ausgelegt und entsprächen den Standards der kommerziellen Linienluftfahrt. Als eine der größten noch offenen Herausforderungen gilt das Ausweichverhalten der Drohnen gegenüber anderen Luftraumnutzern. Außerdem müssen deren Piloten lizensiert und die erforderliche Qualität der Datenverbindung festgeschrieben werden.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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