30.10.2011
aero.de

SATA-Wrack nach 34 Jahren vor Madeira entdeckt

Taucher haben vor der Insel Madeira das Wrack einer abgestürzten schweizerischen Caravelle ausgemacht, das seit über drei Dekaden als verschollen gilt.

Sensationsfund vor Madeira: nach fast 34 Jahren haben Taucher vor der Küste der portugiesischen Blumeninsel das Wrack einer im Dezember 1977 verunglückten Sud Aviation Caravelle 10R entdeckt. Die Maschine der Schweizer Fluggesellschaft Societé de Transport Aérien (SATA) war in den Abendstunden des 18. Dezember nach einem nicht beabsichtigten Absinken im Sichtanflug auf den Flughafen Funchal verunfallt. Die aus zwei Kapitänen bestehende Crew hatte den Flughafen aus den Augen verloren und setzte die Maschine 2,5 Nautische Meilen (4,6 km) vor der Küste auf dem Meer auf.
Die als HB-ICK registrierte Caravelle brach auseinander. Das Heck mit den Triebwerken versank im Meer, während der vordere Teil noch einige Zeit auf dem Wasser trieb. Bei dem Unfall von Flug VB730 aus Zürich über Genf nach Funchal fanden 35 Passagiere und eine Flugbegleiterin den Tod. Vier Crewmitglieder und 17 Passagiere konnten aus dem Wasser gerettet werden.
Das Wrack blieb Jahrzehnte unentdeckt, die Flugschreiber wurden nie geborgen. Videoaufnahmen der Taucher zeigen jetzt die weitgehend erhaltene Hecksektion der Caravelle zwischen Algen in etwa 110 Metern Tiefe.

Das Unglück führte die SATA letztlich in die Insolvenz. Im Jahr 1978 entzogen die Schweizer Behörden der kleinen Fluggesellschaft die Betriebsgenehmigung.

Mehr zum Thema:
aero.de / Dennis Dahlenburg



  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 04/2017

FLUG REVUE
04/2017
06.03.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


"Neue" MiG-35 vorgestellt
Probleme beim BER
Iran Air erhält Airbus
Wirbelschleppen - die gefährliche Schönheit
SpaceShipTwo wieder im Flugtest
Bombardie-Flaggschiff Global 7000

aerokurier iPad-App