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Airbus A350 XWB mit Teilen von FACC

Ein Stück Österreich in jedem Airbus A350 XWB

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Die österreichische Firma FACC aus Ried im Innkreis liefert wichtige Teile für den Bau des neuen Airbus A350 XWB. Die Österreicher sind Spezialisten für Leichtbauteile.

Mit dem Erstflug des A350 XWB am 14. Juni hat Airbus ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte aufgeschlagen. Aus Sicht von Airbus ist das Muster das effizienteste zweistrahlige Großraum-Passagierflugzeug.
Die Flugzeuge der neuen Familie werden 25 Prozent weniger Treibstoff als die heutigen Flugzeuge dieser Klasse verbrauchen, wodurch sich auch die CO2-Emissionen entsprechend verringern. Airbus liegen für die A350 XWB bereits 613 Festbestellungen von 33 Kunden aus aller Welt vor.
Der effiziente Umgang mit dem Treibstoff ist zu einem großen Teil der Leichtbauweise zu verdanken. Über 70 Prozent der gewichtsoptimierten Zelle der A350 XWB bestehen aus fortschrittlichen Materialien wie Verbundstoffe (53 Prozent), Titan und neuartigen  Aluminiumlegierungen. Der gesamte Flugzeugrumpf ist aus carbon-faserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt, was in einem geringeren Treibstoffverbrauch sowie in reduzierten Wartungskosten resultiert.

Ein führender Hersteller auf dem Gebiet von Leichtbauteilen für die Luftfahrt ist das österreichische Unternehmen FACC. An Bord des A350 XWB sind FACC-Komponenten aus allen drei Unternehmensbereichen: FACC Engines & Nacelles liefert gewichtsoptimierte Schubumkehrgehäuse (in Unterauftrag von UTC Aerospace Systems) und Triebwerkskomponenten, der Bereich Interiors fertigt Türverkleidungen, Rauchmelder-Paneele sowie die Gepäckablagen. Und die Spoiler und Winglets kommen von FACC Aerostructures.

Die Produktpalette der Österreicher reicht von Strukturbauteilen an Rumpf und Tragflächen über Triebwerkskomponenten bis hin zu kompletten Passagierkabinen für zivile Verkehrsflugzeuge, Business Jets und Hubschrauber. FACC produziert für alle großen Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer, COMAC und Sukhoi sowie Triebwerkhersteller. FACC-Bauteile sind zu finden in unter anderem in den Airbus-Modellen A320, A330, A340, und A380, in den Bombardier-Modellen Challenger 300, Global 7000/8000, CSeries und in den Falcon-Jets  des französischen Herstellers Dassault. Für Airbus arbeitet FACC seit 1989.

Der Unternehmensbereich Aerostructures beschäftigt sich mit Flügelkomponenten unterschiedlichster Art. FACC baut zum Beispiel Landeklappen-Rippen, Staulufteinlässe (Ram Air Inlets), Flügelkästen, Flügelverkleidungen und Flügelspitzen (Winglets). FACC erforscht derzeit die sogenannten Morphing-Winglets. Hier ist die Struktur im Bereich der aufgebogenen Enden der Flügelspitzen hierbei beweglich und passt sich sensorgesteuert an jede Flugposition optimal an.
Ein anderes aktuelles Vorhaben ist der Ersatz für klassische Bolzen-/Nietverbindungen. FACC arbeitet an nadelförmigen Elementen auf einem dünnen metallischen Träger, die die Kraftübertragung zum Kohlenstofffaserwerkstoff übernehmen. Derartige Verbindungen könnten in naher Zukunft die traditionellen Verbindungen aus der Zeit, als Flugzeuge ausschließlich aus Metall gefertigt wurden, ersetzen.

Im Geschäftsjahr 2012/13 erzielte FACC einen Jahresumsatz von 433,9 Mio. Euro und beschäftigt derzeit in Österreich 2270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2018 werden nach derzeitigem Planungsstand rund 250 Mitarbeiter an den drei Fertigungsstandorten in Österreich an der Herstellung der A350 XWB Komponenten arbeiten.

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