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Aktive Thermografie

FACC entwickelt neue Prüfmethode für Leichtbauteile

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat von Boeing die Zulassung für die aktive Thermografie bei der Bauteilprüfung erhalten.

FACC hat zusammen mit der Fachhochschule OÖ und der HTL Andorf die aktive Thermografie in mehrjähriger Forschungsarbeit entwickelt, um Leichtbauteile aus Faserverbundwerkstoffen zu prüfen. Nun hat der österreichische Luftfahrtzulieferer von Boeing die techchnische Bestätitgung zur praktischen Anwendung in der Serienfertigung erhalten, wie FACC am Freitag mitteilte.

Bisher werden Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen bei der Qualitätskontrolle Stück für Stück zeitaufwendig per Ultraschall untersucht. Bei der neu entwickelten aktiven Thermografie nutzen die Techniker Temperaturunterschiede, um Fehler im Inneren eines Bauteils aufzuspüren. "Aktiv" bedeutet nach Angaben von FACC, dass durch eine Wärmelampe die Oberfläche um einige Zehntelgrad Celsius erwärmt wird. Durch die Ausbreitung der Wärmewellen, die mit einer Infrarot-Thermokamera sichtbar gemacht werden, ließen sich bei Schäden im Bauteil Unregelmäßigkeiten erkennen.

Das Prüfverfahren ist laut FACC geeignet für kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) und andere Composite-Materialien. Mit der aktiven Thermografie könnten die Prüfzeiten im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

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