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Am Flughafen Paris Charles de Gaulle

Falcon 2000LXS testet neues Anflugverfahren

Eine Falcon 2000XLS von Dassault hat Anfang Mai erstmals einen satellitengestützten Instrumentenanflug mit Vertikalführung bis zu einer Entscheidungshöhe von 200 Fuß durchgeführt.

Der Flugversuch fand am 4. Mai am Pariser Flughafen Charles de Gaulle statt, auch ein Airbus A350 und eine ATR 42-600 nahmen daran teil. Für den Anflug nutzte die Falcon 2000LXS den europäischen EGNOS-LPV200-Dienst. Das gab Dassault am Dienstag bekannt.

EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) verbessert die Positionsgenauigkeit des US-amerikanischen Satellitennavigationssystems GPS. LPV (Localizer Performance with Vertical Guidance) bezeichnet satellitengestützte Anflüge mit Vertikalführung. LPV-Anflüge ermöglichen die Landung an kleinen Flughäfen, die nicht mit einem Instrumentenlandesystem (ILS) ausgerüstet sind.

"Die Genauigkeit und Stabilität der LPV-Führung ist wirklich beeindruckend, viel besser als mit ILS", sagte der Dassault-Testpilot Jean-Louis Dumas, der während der LPV200-Versuche am Steuer saß. "Für europäische Business-Jet-Betreiber ist es ein Segen, wenn die Minima auf 200 Fuß gesenkt werden." In den USA sind solche Verfahren mit Minima, die denen von ILS-Verfahren entsprechen, bereits flächendeckend eingeführt.

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