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Anwendungen von der A350 bis zur A300

Airbus setzt auf Teile aus dem 3D-Drucker

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Der europäische Flugzeugbauer verwendet zunehmend Teile, die im so genannten additiven Verfahren hergestellt werden. Sie kommen als Ersatzteile sogar bei der A300/A310-Familie zum Einsatz.

Im additiven Verfahren schmilzt ein Laser Pulvermetalle etwa aus Aluminium, Titan oder Stahl aber auch Plastikmaterial und trägt so computergesteuert eine Schicht nach der anderen auf. So entstehen zum Teil komplexe Teile maßgerecht nach den am Computer berechneten Vorgaben. Auch Airbus setzt vermehrt auf dieses Verfahren, da es die Produktion von leichteren Teilen bei kürzeren Fertigungszeiten verspricht. "Wir sind an einem Scheitelpunkt eines Quantensprungs bei Gewichtsreduzierung und Effizienz: die Produktion von Teilen, die 30 bis 55 Prozent weniger wiegen, während der Rohmaterialverbrauch um 90 Prozent zurückgeht. Diese wegweisende Technologie reduziert  auch den Energieverbrauch in der Produktion um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu traditionellen Methoden", sagt Peter Sander von Airbus.

Für die A350 XWB hat Airbus bereits mehrere Komponenten wie Winkelteile aus Plastik und Metall in diesem Verfahren hergestellt. Laut dem Hersteller sind ihre Eigenschaften erprobt und nachgewiesen, so dass sie bei der Flotte der Testflugzeuge zum Einsatz kommen. Aber auch für ältere Muster eignet sich das 3D-Drucken bei der Produktion von Ersatzteilen, die entweder teuer oder nicht mehr lieferbar sind. So fliegt seit Anfang März eine im additiven Verfahren hergestellte, kleinere Plastikplatte an den Pilotensitzen eines Airbus A310 von Air Transat aus Kanada. Gemäß Sander beträgt die Fertigungszeit einer Komponente je nach Komplexität weniger als einen Tag. Neu entworfene Teile ließen sich innerhalb von zwei Wochen produzieren.

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