10.10.2012
FLUG REVUE

EADS und BAE Systems beenden Fusionsgespräche

Wie seit Tagen spekuliert gaben BAE Systems und EADS heute bekannt, dass sie ihre Diskussionen über eine mögliche Kombination ihrer Unternehmen beenden. Es ist nicht gelungen, Politik und Börse zu überzeugen, dass die Fusion Vorteile hat.

EADS-BAE-Logos

 

 

„Ungeachtet vieler konstruktiver und professioneller Gespräche mit den jeweiligen Regierungen in den letzten Wochen, ist deutlich geworden, dass die Interessen der beteiligten Regierungen nicht ausreichend miteinander oder mit den Zielen von BAE Systems und EADS in Einklang gebracht werden können“, hieß es in einer Erklärung.

„BAE Systems und EADS haben daher beschlossen, dass es im besten Interesse ihrer Unternehmen und Aktionäre ist, die Diskussionen zu beenden und sich weiter auf die Umsetzung ihrer jeweiligen Strategien zu konzentrieren“, fügten sie hinzu.

BAE Systems und EADS zeigten sich aber immer noch überzeugt, dass der Zusammenschluss auf einer soliden industriellen Logik beruht hätte. Er war aus ihrer Sicht eine einzigartige Gelegenheit, zwei starke und erfolgreiche Unternehmen zu kombinieren und damit Mehrwert zu schaffen.

Untereinander habe man die wichtigsten Begriffe der Fusion bereits vereinbart gehabt, hieß es, einschließlich der Strategie, der Umsetzungsplanung für Einsparungen und der kurfristigen Dividendenpolitik.

Tom Enders, Chief Executive von EADS, sagte: "Es ist natürlich schade, dass wir nicht erfolgreich waren, aber ich bin froh, dass wir es versuchten. Ich bin sicher, es wird noch andere Herausforderungen geben, die wir in Zukunft gemeinsam in Angriff nehmen werden. EADS wird seinen internationalen Wachstumskurs fortsetzen und unsere Anteilseigner können weiterhin profitables Wachstum, exzellente Liquidität und Programmdurchführung basierend auf einem starken Auftragsbestand erwarten."

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KS


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