Entscheidung für Tiger-Nachfolger gefallen

Deutscher Rekordauftrag für H145M-Hubschrauber

© Airbus Helicopters H145M 7 Bilder

Die Bundeswehr und Airbus Helicopters haben einen Vertrag über die Bestellung von bis zu 82 H145M-Hubschraubern unterzeichnet. Die Auslieferung soll schon im kommenden Jahr beginnen.

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Die Vereinbarung stellt die größte Einzelbestellung der H145M aller Zeiten dar. Der laut Airbus Helicopters "sehr ehrgeizigen Lieferplan" sieht die Übergabe der ersten Helikopter bereits 2024 vor, weniger als ein Jahr nach der Vertragsunterzeichnung. Der Kontrakt beinhaltet eine Festbestellung von 62 Hubschraubern plus Optionen für 20 weitere H145M.

© Airbus Helicopters
Angebot von „Team H145M“ LUH SK für die Bundeswehr

Größter Anteil für Heeresflieger

Ein Großteil davon, nämlich 57 Maschinen, gehen an das Heer. Damit dürften sie den Tiger als Kampfhubschrauber ergänzen und mittelfristig ablösen. Die H145M erhalten eine Vorinstallation des modularen HForce-Systems von Airbus, bei dem sich der Heli mit verschiedenen Waffensystemen ausrüsten lässt. Damit können laut Airbus die Piloten für alle Einsatzzwecke auf einem Muster trainieren. Die neuen H145M sollen zusätzlich verbesserte Datenlinks und Kommunikationssystem bekommen.

© Patrick Hoeveler

Die H145M fliegt bereits bei der Luftwaffe im Einsatz für Spezialkräfte.

Tiger-Nachfolge umstritten

Die Entscheidung zugunsten des aus der zivilen H145 abgeleiteten Modells ist nicht unumstritten, da der Tiger in vielen Bereichen als deutlich leistungsstärker gilt. Dafür bietet die Neuerwerbung eine wesentlich höhere Verfügbarkeitsrate und niedrigere Betriebskosten.

© Rene Köhler
Meilenstein für Heeres-Kampfhubschrauber Tiger-Flotte schafft 20000 Flugstunden

Hubschrauber für die Luftwaffe

Die restlichen fünf fest bestellten Exemplare in der SOF-Ausführung (Special Operations Forces) gehen an die Luftwaffe. Der Vertrag beinhaltet auch eine auf sieben Jahre angelegte Produktunterstützung. Die Bundeswehr betreibt die H145M bereits beim Hubschraubergeschwader 64 der Luftwaffe in Laupheim für den Einsatz von Spezialkräften (15 Stück). Außerdem bestellte die Bundeswehr 2018 noch sieben Maschinen für den SAR-Dienst, die an den Standorten Niederstetten, Holzdorf und Nörvenich stationiert wurden, um die uralten Bell UH-1D abzulösen. Betreiber der H145M sind auch Ungarn, Serbien, Thailand und Luxemburg; Zypern hat sechs Maschinen bestellt.

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