26.09.2017
FLUG REVUE

Testflugzeug mit LaminarprofilenA340-300 BLADE hebt erstmals ab

Mit dem A340-300-Prototyp untersucht Airbus die Machbarkeit von Laminarflügeln für die kommerziellen Luftfahrt.

Airbus - A340-300 BLADE Erstflug 26. September 2017 01 (Airbus) (jpg)

Die A340-400 BLADE begann ihre Flugtestkampagne von Tarbes aus, wo sie mit Laminarflügeln ausgestattet wurde. Foto und Copyright: Airbus  

 

Das Airbus-Testflugzeug A340-300 BLADE (Breaktrough Laminar Aircraft Demonstrator in Europe) hat am Dienstag in Frankreich seinen Erstflug absolviert. Der A340-300-Prototyp MSN001 hob um 11 Uhr in Tarbes ab und landete nach 3 Stunden und 38 Minuten in Toulouse, wie Airbus mitteilte. Der erste Flug ist der Auftakt zu einer rund 150 Flugstunden umfassenden Testkampagne bis Ende 2018.

Mit dem BLADE-Projekt, das im Rahmen des europäischen Clean-Sky-Forschungsprogramms gefördert wird, untersucht Airbus gemeinsam mit 20 Industriepartnern und Forschungseinrichtungen das Potenzial von Laminarprofilen für Verkehrsflugzeuge. Durch die speziell geformten Flügel mit sehr glatten Oberflächen soll die Luft über eine möglichst lange Strecke gleichmäßig und parallel über die Tragflächenoberseite strömen. Dadurch soll der Reibungswiderstand am Flügel halbiert werden und der Treibstoffverbrauch um rund 5 Prozent sinken.

Äußeres Drittel der Flügel wurde durch Laminarprofile ersetzt

Dem A340-300-Prototyp wurde in den vergangenen 16 Monaten in Tarbes das äußere Drittel der Tragflächen abgenommen und durch neue Laminarflügel ersetzt. Zudem wurde eine komplexe Flugtestinstrumentierung (FTI, flight-test-instrumentation) mit zahlreichen Kameras und zusätzlichen Sensoren installiert.

Mit dem ersten Testflug überprüfte Airbus unter anderem, ob sich die A340-300 BLADE im Flug wie erwartet verhält. "Wir haben unser Ziel erreicht, mit der Design-Machzahl in einer vernünftigen Höhe zu fliegen und zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist. Wir haben außerdem gecheckt, ob die FTI wie erwartet arbeitet, um weitere Möglichkeiten der Feinjustierung für die kommenden Flüge zu identifizieren", sagte der Airbus-Flugtestingenieur Philippe Seve.

Für die Testflüge wurde ein Team von zehn speziell trainierten Piloten, Testingenieuren und Flugtestingenieuren zusammengestellt. Sie haben sich mehrere Monate lang im Simulator vorbereitet und mit der Flugtestinstrumentierung vertraut gemacht.

In Ausgabe 11/2017 berichtet die FLUG REVUE ausführlich über das Testflugzeug.


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Ulrike Ebner


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