11.04.2012
FLUG REVUE

airberlin setzt auf An- und Abflüge mit dem RNP-Verfahren

airberlin nimmt als erste deutsche Airline mit ihrer Boeing-Flotte in Innsbruck satellitengestützte Präzisionsanflüge nach dem RNP-Verfahren auf.

RNP-AR steht für „Required Navigation Performance- Authorization Required“ und ermöglicht unter anderem die sichere Kursführung beim Anflug durch Gebirgstäler sowie Starts und Landungen bei schlechten Witterungsbedingungen.

Um die satellitengestützten Präzisionsanflüge im allgemeinen Flugbetrieb zu etablieren, nimmt airberlin seit 2009 am Verbundvorhaben Heterogener Komplexer Luftverkehr (HETEREX) teil.

Ziel des Forschungsprojekts ist es, mit dem RNP-Verfahren auch in Deutschland die Voraussetzung für gekrümmte An- und Abflüge zu schaffen, bei denen dicht besiedelte Gebiete sowie Hindernisse umflogen werden können und so ein wirksamer Beitrag zur Lärmvermeidung beziehungsweise Emissionsvermeidung geleistet wird.

Marc Altenscheidt, airberlin Kapitän und Boeing-Flottenchef, erklärt: „Der Fall Innsbruck zeigt, dass airberlin über die flugbetriebliche Expertise verfügt, auch an anderen Airports mit dem RNP-Verfahren An- und Abflüge darzustellen. Wir haben die technischen Voraussetzungen innerhalb der Boeing-Flotte geschaffen und die Piloten für dieses Verfahren geschult. Eine Besonderheit in Innsbruck ist, dass RNP-AR ebenfalls für einen speziellen Abflug genutzt werden kann. Das gibt uns einen immensen Wettbewerbsvorteil, denn airberlin kann so bei Nebel und einer Sicht von bis zu 300 Meter starten. Andere Airlines müssen bei solchen Witterungsbedingungen noch im ersten Abflugteil Sichtflugbedingungen halten, um aus dem Tal heraus fliegen zu können.“

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KS


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