15.11.2013
FLUG REVUE

Cassidian-Werk in UlmBeginn der Systemintegration für das neue AESA-Radar des Eurofighter

Rechtzeitig zur Luftfahrtmesse in Dubai hat Cassidian bekannt gegeben, dass nun die Phase der Systemintegration für das neue AESA-Radar des Eurofighters beginnt.

Captor-E Antenne Ulm 2013

Cassidian in Ulm hat das Antennensubsystem des Captor-E-Radars gebaut und getestet. Die Vorderseite mit den Sende-/Empfangsmodulen ist hier vom Hersteller grau wegretuschiert (Foto: Cassidian).  

 

Bei einer Programmprüfung durch die vier Partnerländer am Cassidian-Standort Ulm wurden die Ergebnisse aus den Tests und der Integration des „Captor-E“-Antennensubsystems den Vertretern der Eurofighter-Nationen Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien präsentiert.

Die bei den Tests erzielten Resultate entsprechen laut Hersteller voll und ganz den theoretischen Konstruktionsdaten und der von den vier Ländern vereinbarten Systemspezifikation. Getestet wurden die AESA-Antenne des Captor-E, der „Repositioner“ (Antenne ist drehbar) sowie die Stromversorgungs- und Steuereinheit der Antenne.

In einem nächsten Schritt wird das Antennensubsystem bei Selex in Edinburgh integriert und mit Empfänger und Prozessor getestet. Die abschließende Integration des Captor-E-Radars in das instrumentierte Serienflugzeug Nr. 5 (IPA5) soll im Frühjahr 2014 stattfinden.

Das neue Radar des Eurofighter Typhoon mit dem Namen „Captor-E“ (das „E“ steht für „elektronische Strahlschwenkung“) kann mehrere Aufgaben gleichzeitig durchführen. Insgesamt wird das Radar vom Euroradar-Konsortium entwickelt, dem Cassidian, Selex ES (Großbritannien und Italien) und Indra (Spanien) angehören.

Eine Bestellung für das System liegt derzeit nicht vor, und die Arbeiten an dem neuen Radar werden derzeit von der Industrie vorfinanziert. Das AESA-Radar ist extrem wichtig, denn ohne es dürfte es fast unmöglich sein, den Eurofighter an weitere Exportkunden zu verkaufen.



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