19.12.2013
FLUG REVUE

Test in ManchingCassidian: Optischer Datenlink funktioniert erstmals zwischen Kampfflugzeug und Bodenstation

Cassidian hat mit einem neu entwickelten Laser-Datenlink die Echtzeit-Übertragung von großen Datenmengen von einem schnellfliegenden Kampfjet zum Boden demonstriert. Die Datenrate wird um den Faktor 100 gesteigert.

Tornado Laser-Datenlink 2013

Mit einem Tornado testete Cassidian Ende 2013 einen Laser-Datenlink mit hohem Durchsatz (Foto: Cassidian).  

 

Dank der hundertfachen Übertragungs-geschwindigkeit gegenüber herkömmlichen Systemen können Einsatzkräfte bei militärischen oder zivilen Operationen, z.B. in Katastrophengebieten, detailliertere Lagedaten des Zielgebietes schneller und umfassender als bisher nutzen.

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte fanden die Testflüge Ende November in der Umgebung des Cassidian-Luftfahrtzentrums Manching statt. Dabei konnte zum ersten Mal ein hochgenaues Laser-Datenlink-Tracking zwischen einem mit annähernder Schallgeschwindigkeit fliegenden Tornado und einer über 60 km entfernten Bodenstation erfolgreich betrieben werden.

Die erreichte Datenrate während des unter einer Minute dauernden Vorbeiflugs betrug dabei etwa 1 Gigabit pro Sekunde. Dies entspricht etwa dem hundertfachen der bisher bei Luft-Boden-Übertragungen üblichen Datenrate.

Dank der hundertfachen Übertragungsgeschwindigkeit gegenüber herkömmlichen Systemen können Einsatzkräfte bei militärischen oder zivilen Operationen, z .B. in Katastrophengebieten, detailliertere Lagedaten des Zielgebietes schneller und umfassender als bisher nutzen.

An den erfolgreichen Tests waren auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Oberpfaffenhofen mit der autonomen Bodenstation Transportable Optical Ground Station (TOGS) sowie die Firma ViaLight Communications beteiligt.



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