30.08.2016
FLUG REVUE

eFF-System auf dem TablettLufthansa testet e-Briefing-App

Die Lufthansa testet seit kurzem Applikation eFF für die gesamte Briefing- und Flugdokumentation. Damit wird das Papier-Briefingpaket überflüssig.

eFF Lufthansa Test August 2016

Der Electronic Flight Folder für das Briefing wurde von Lufthansa selbst entwickelt (Foto: Lufthansa).  

 

Bei der Nutzung des eFF (Electronic Flight Folder) lädt sich die Crew das Briefingpaket auf ihre Tablet EFBs (Electronic Flight Bags), führen das Briefing durch und bestellen den für den Flug notwendigen Treibstoff.

An Bord wird das Briefingpaket auf die im Flugzeug eingebauten EFBs übertragen und für die direkte Flugvorbereitung im Cockpit genutzt. Die Piloten geben die Flugdaten ins Flight-Management-System ein, die Loadsheetzahlen und die Streckenfreigabe werden im eFF notiert. Im Flug dokumentiert die Crew alle Details elektronisch.

Nach der Landung schaltet die Crew den bordeigenen UMTS-Router ein, um eine Datenverbindung aufzubauen, mit dessen Hilfe der eFF automatisch das Briefingpaket für den Weiterflug lädt.

Nachdem die Abschlussdokumentation des Fluges im eFF erledigt ist, überträgt die Crew das Briefingpaket per Router ins elektronische Archiv. Hier werden alle Dokumente nach den behördlichen Vorschriften für 90 Tage aufbewahrt. Während der Versuchsphase wird vor allem die Vollständigkeit und Qualität der Dokumentation von der Behörde aufmerksam geprüft.

Eigenentwicklung wird bis Oktober getestet

Im Rahmen eines groß angelegten Testlaufs wird das digitale Briefingpaket auf fünf Langstrecken-Städtepaaren schrittweise zur Masterdokumentation. Der Testlauf umfasst neben Frankfurt–Kuwait–Doha die Verbindungen Frankfurt–Tokio, FrankfurtDenver, Frankfurt–Bogota, München–Boston und Frankfurt–Lagos. Gegen Ende Oktober sollen die Auswertungen des Tests vorliegen.

Die eFF-Applikation ist eine Eigenentwicklung. Sie wurde im Rahmen des eFlightOps-Projekts programmiert. Sie ist exakt auf die etablierten Lufthansa-Verfahren und Systeme abgestimmt. Die Applikation werde nach wie vor weiterentwickelt, wie Heiko Freytag, der gemeinsam mit Sonja Schellenberg das eFlightOps Projekt geleitet hat, betont: „Wir nehmen das Feedback der Piloten auf und arbeiten täglich daran uns weiter zu verbessern.“



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