Business-Jet-Triebwerk

Rolls-Royce beginnt Flugtests mit Pearl 10X

© Rolls-Royce

Der Turbofan für Dassaults Flaggschiff Falcon 10X ist erstmals abgehoben.

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Rolls-Royce hat im März die Flugtestkampagne für sein jüngstes Business-Jet-Triebwerk Pearl 10X erfolgreich gestartet. Das teilte der britische Triebwerkshersteller am 3. April mit. Der Turbofan wird in den kommenden Monaten von Tucson, Arizona aus intensiv an der firmeneigenen Boeing 747-200 erprobt. Der fliegende Teststand ist mit fünf Triebwerken unterwegs: drei RB211, ein Trent 1000 sowie das Pearl 10X.

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Die Boeing 747-200 von Rolls-Royce trägt derzeit fünf Triebwerke unter den Flügeln. Das Pearl 10X ist das kleinste.

Das Flugtestprogramm umfasst nach Angaben von Rolls-Royce Tests der Triebwerksleistung und -handhabung bei verschiedenen Geschwindigkeiten und in unterschiedlichen Höhen, Neustart während des Fluges, Tests des Vereisungsschutzsystems der Gondel und Vibrationstests des Fans in verschiedenen Höhen.

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Die Bilder der Boeing 747 mit dem GE9X-Triebwerk von GE Aerospace unter der Tragfläche bieten einen ungewöhnlichen Anblick, doch eine Triebwerkserprobung an den sogenannten Flying Testbeds bleibt unverzichtbar.

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Als Wahlflugzeug nutzen die großen Triebwerkshersteller für die Tests fast ausschließlich die Boeing 747.

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GE Aerospace betreibt in Victorville mit der 747-446 die neueste Variante aller aktuellen Jumbo-Testbeds.

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Am 14. März absolvierte das GE9X seinen Erstflug an dieser Boeing 747 von GE Aerospace.

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Die 747SP von Pratt & Whitney spielt eine wichtige Rolle bei der Erprobung und Zulassung von Getriebefans.

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Aufgrund des hohen Testaufkommens der Getriebefan-Familie kam bei Pratt & Whitney neben der 2001 beschafften 747SP ein weiteres Exemplar zur Flotte, das mit einem Pylon am Buckel ausgestattet werden kann.

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Beide Jets sind bei Pratt & Whitney Canada im kanadischen Mirabel stationiert. Die ebenfalls genutzte Boeing 720 ging 2010 in den Ruhestand.

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Die 43 Jahre alte 747-267B bleibt das Testbed von Rolls-Royce und erprobt demnächst das Pearl 10X.

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Rolls-Royce hatte 2019 eine 747-400 von Qantas als Ersatz erworben. Aufgrund der Covid-Pandemie und des dadurch reduzierten Testaufkommens nahm man jedoch Abstand von der geplanten Umrüstung. Stattdessen wird die 747-267B entsprechend modifiziert, wie das Unternehmen auf Nachfrage mitteilte. Dem neueren Jet droht aktuell die Verschrottung.

Stärkstes Business-Jet-Triebwerk von Rolls-Royce

Am Boden seien bereits unter anderem die neue emissionsarme SAF-kompatible Brennkammer mit 3D-gedruckten Elementen sowie das neue Zusatzgetriebe, das eine höhere zusätzliche Leistungsausbeute ermöglicht, eingehend getestet worden, so Rolls-Royce in einer Pressemitteilung. Im Rahmen des Programms wurden bislang mehr als 2300 Teststunden absolviert.

Das Pearl 10X ist das jüngste und stärkste Triebwerk der neuen Pearl-Familie. Es ist der alleinige Antrieb der Dassault Falcon 10X. Der französische Business-Jet-Hersteller setzt damit erstmals auf ein Triebwerk von Rolls-Royce. Der Turbofan liefert mehr als 80 Kilonewton Startschub, genaue Werte kommuniziert Rolls-Royce auf Wunsch von Dassault nicht.

Im Vergleich zum Vorgänger BR725 soll das Pearl 10X einen um fünf Prozent höheren Wirkungsgrad haben. Das Pearl 10X nutzt den Advance2-Triebwerkskern, der von Rolls-Royce in Dahlewitz ab 2014 entwickelt wurde. Advance2 beinhaltet leichte und hitzeresistente Materialien, die höhere Drücke ermöglichen, ein größeres Nebenstromverhältnis sowie einen Bliskfan aus einem Teil.

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