24.11.2011
FLUG REVUE

Feldversuch für DFS-System FL@PS in Rostock-Laage

Am Flugplatz Rostock-Laage testen Bundeswehr und Deutsche Flugsicherung in einem gemeinsamen Feldversuch den automatischen Austausch von Flugplandaten mit der Kontrollzentrale Bremen.

FL@PS Konsole

Das FL@PS-System der DFS wird im Tower in Laage bei der Luftwaffe erprobt (Foto: Luftwaffe/Kock).  

 

Der erstmalige Einsatz des DFS-Systems FL@PS (Flight Application Service) auf einem militärischen Tower soll zivile und militärische Lotsen bei der Arbeit entlasten. Das Ganze ist ein gemeinsames Projekt der DFS mit dem Amt für Flugsicherung der Bundeswehr (AFSBw) und dem in Laage stationierten Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“.

„Dieses System automatisiert den Austausch von Flugplandaten zwischen der militärischen Platz- und Anflugkontrolle Laage und der DFS-Kontrollzentrale in Bremen", erklärt Oberstleutnant Michael Lokay, Staffelchef der Flugbetriebsstaffel Jagdgeschwader 73. Für die zivil-militärische Zusammenarbeit in Deutschland bedeutet das den Beginn einer neuen Etappe.

Die DFS-Eigenentwicklung FL@PS ist für Tower mit Einbahnsystem ausgelegt. Sie erlaubt eine papierstreifenlose flugplanbasierte Koordination auf Flugplätze mit Mischverkehr aus Sicht- und Instrumentenflug. In seiner zivilen Version kommt das System bereits an den Flughäfen Münster/Osnabrück, Dresden und Erfurt zum Einsatz.

Es basiert auf Web-Technologie und kommt ohne aufwendige Systeminstallation vor Ort aus. Ein normaler Standard-PC mit einem Linux-Betriebssystem reicht aus. PC und Browser sind am Tower installiert, der dazugehörige Server steht in Langen.

Für die Bundeswehr wurde das Anforderungsprofil des Systems modifiziert. Von der Gestaltung der Benutzeroberfläche bis zu den technischen Leistungsmerkmalen waren verschiedene Softwareanpassungen nötig. Zu den wichtigsten Funktionen, in denen sich das militärische FL@PS von der zivilen Version unterscheidet, zählt die Verarbeitung von Formationsflügen und die neu integrierte Funktion für die Art des Anfluges, auch "Typ of Approaches" genannt.




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