in Kooperation mit

GE Aviation fertigt in Deutschland

GEnx fliegt mit Turbinenschaufeln aus Regensburg

21 Bilder

GE Aviation stattet die Niederdruckturbinen des GEnx-2B erstmals mit in Deutschland produzierten Turbinenschaufeln aus. Sie bestehen aus dem neuen Werkstoff Titanaluminid und kommen unter anderem bei der 747-8-Flotte der Lufthansa zum Einsatz.

Die Schaufeln aus Titanaluminid gelten dank neu entwickelter Herstellungsverfahren, an deren Entwicklung GE Aviation in Regensburg und GE Global Research in Niskayuna, USA, maßgeblich beteiligt waren, als signifikant leichter und langlebiger als bisherige Modelle. Sie sind Teil des PIP-Programms (Performance Improvement Package) zur weiteren Reduzierung des Treibstoffverbrauchs. Charakteristisch für das in Regensburg angewandte Gießverfahren ist, dass für die Produktion der Schaufeln sogenannte „Near-net-shape“-Fertigungsprozesse eingesetzt werden und dadurch weniger Material, Zeit und Energie benötigt wird. „Ich freue mich, dass wir mit unserer Technologie die Bedeutung des Standorts Deutschland bei der Entwicklung und Produktion kraftstoffsparender und langlebigerer Flugzeugtriebwerke stärken “, sagt Elissa Lee, Geschäftsführerin von GE Aviation in Deutschland und Leiterin des Standorts Regensburg. „Turbinenschaufeln sind die am höchsten belasteten Bauteile des Triebwerks, da sie dem heißen Abgasstrahl der Brennkammer ausgesetzt sind. Die in Regensburg hergestellten Schaufeln sind extrem belastbar und wiegen nur rund die Hälfte einer vergleichbaren Turbinenschaufel aus nickelbasiertem Werkstoff, was zur Steigerung der Effizienz von Flugzeugturbinen und damit zur Einsparung von Treibstoffen beiträgt.“ Seit 2009 hat GE rund 30 Millionen Euro in die Entwicklung des neuen Produktionsprozesses für Turbinenschaufeln aus Titanaluminid am Standort in Regensburg investiert. Nach fünf Jahren Forschung und Entwicklung werden die extrem leichten und hitzebeständigen Schaufeln jetzt in Serie produziert. Auch in Zukunft soll der Standort weiter wachsen, die Produktionskapazitäten sollen erweitert und die Anzahl der Mitarbeiter erhöht werden.

Bereits im Mai 2012 übernahm die Lufthansa die erste vom GEnx-2B angetriebene 747-8. Insgesamt hat die größte deutsche Airline 19 Boeing 747-8 mit 76 GEnx-2B Triebwerken bestellt. „Die GEnx-Triebwerke haben sich etabliert durch ihre Zuverlässigkeit, einen reduzierten Kraftstoffverbrauch, geringere Lärmbelastung sowie niedrige Unterhaltskosten. Damit können wir höchsten Reisekomfort und Nachhaltigkeit in Einklang bringen“, sagt Nico Buchholz, Leiter Konzernflotten-Management der Lufthansa Group. „Dass jetzt in Deutschland gefertigte Komponenten dazu beitragen, durch reduziertes Gewicht die Treibstoffeffizienz weiter zu verbessern und den Flugverkehr dadurch effizienter zu gestalten, ist eine Entwicklung, die wir sehr begrüßen.“ Die Airline setzt seit Jahrzehnten auf GE-Triebwerke. „In Summe sind bei der Lufthansa-Gruppe heute fast 1000 GE/CFM-Triebwerke im Einsatz. Das entspricht fast zwei Drittel unserer Motoren weltweit“, so Nico Buchholz. Nach Bestellugen von 34 B777-9X mit GE9X Triebwerken und 30 A320 mit CFM56 Triebwerken im Jahr 2013 hatte Lufthansa erst vergangene Woche einen neuen Auftrag über eine Millarde Dollar bekannt gegeben, um 40 A320neo/ A321neo Flugzeuge mit LEAP-1A Triebwerken von CFM International, einem Joint Venture der Unternehmen GE und Snecma (Safran Group), auszustatten.

Top Aktuell Messe EBACE in Genf Business Aviation: Der Trend geht zum Bio-Sprit
Beliebte Artikel Alle Fakten Boeing 747-8 Alle Fakten Lufthansa / Lufthansa Cargo
Stellenangebote Der Baden-Württembergische Luftfahrtverband stellt ein Referent für Aus- und Fortbildung, Flugsicherheit und Sport (m/w/d) gesucht OFD sucht Pilot Jetzt bewerben – Pilot gesucht! OFD sucht Pilot (m/w/d) RUAG sucht Flugzeugmechaniker Jetzt bewerben RUAG sucht Flugzeugmechaniker F/A-18 (m/w)
Anzeige