08.12.2015
FLUG REVUE

Große Überholung bei Lufthansa Technik PhilippinesErste Lufthansa A380 beginnt "IL-Check" in Manila

Der erste an Lufthansa gelieferte Airbus A380, D-AIMA, ist am Sonntag in Manila eingetroffen, wo bei Lufthansa Technik Philippines ein geplantes "Wartungsereignis" ansteht, der große "IL-Check".

d-aima takeoff 1

Das Lufthansa-Flaggschiff D-AIMA befindet sich als erste A380 des Unternehmens zur "Heavy Maintenance" in Manila. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Die erste an Lufthansa gelieferte A380-841, D-AIMA, "Frankfurt am Main", Werknummer MSN038, traf am Sonntag (Ortszeit) in Manila ein. Am 4. Dezember war der Viertrahler noch auf der Lufthansa-Route nach Shanghai eingesetzt worden. Die als 28. Kunden-Airbus A380 am 19. Mai 2010 an Lufthansa ausgelieferte D-AIMA hatte ihren Erstflug am 6. Oktober 2009.

Der "Intermediate Layover"-Check (IL-Check), der erste "große Check" an einer Lufthansa A380, werde mehrere Wochen dauern, bestätigte Lufthansa Technik am Dienstag auf Anfrage der FLUG REVUE. Anschließend kehre das Flugzeug nach Frankfurt zurück und nehme den Liniendienst wieder auf. Im Januar folge bereits die nächste Lufthansa-A380. Lufthansa Technik Philippines hat zuvor bereits Kabinenumbauten und kleinere C-Checks am Airbus A380 für andere Flottenbetreiber durchgeführt. Das Unternehmen erweitert seine Hangarfläche in der Werft Manila derzeit um einen zweiten A380-Hangarplatz.

Nicht betroffen ist die D-AIMA von einer aktuell von der EASA angekündigten Lufttüchtigkeitsanweisung (AD) für jüngere A380: Die Behörde ruft die A380 mit den Werknummern MSN087 bis MSN089, MSN093 bis MSN096, MSN100, MSN105 bis MSN116, MSN119 bis MSN128 MSN131 bis MSN136, MSN138 bis MSN140 und MSN144 spätestens sechs Jahre nach der Herstellung in die Werft.

Einzelne Strukturteile in der Kabine und im Frachtraum könnten durch unzureichende Wärmebehandlung  während der Produktion mittelfristig zur erhöhten Rissbildung neigen und deshalb nicht ihre volle Lebensdauer erreichen. Strukturelle Spitzenbelastungen vertragen die Teile aber wie geplant, so dass die Flugzeuge zunächst im normalen Einsatz bleiben können. Airbus hatte den mittlerweile abgestellten Produktionsfehler entdeckt und die EASA eingeschaltet.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Lufthansa Technik Erste automatisierte Wärmetauscher-Dampfreinigungsanlage

25.09.2018 - Lufthansa Technik hat die weltweit erste automatisierte Dampfreinigungsanlage für Triebwerks-Wärmetauscher in Betrieb genommen. … weiter

Firmenkontaktmesse der Uni Stuttgart StepIN bringt Unternehmen und Studenten zusammen

19.09.2018 - Von Airbus bis Safran: Auf der Firmenkontaktmesse StepIN der Fachschaft Luft- und Raumfahrttechnik der Uni Stuttgart präsentieren sich Ende November namhafte Arbeitgeber. … weiter

Leeres Flugzeug wurde geschleppt Hi Fly-A380 kollidiert mit Passagierbrücke

10.09.2018 - Der Airbus A380 von Hi Fly ist am Freitagabend am Pariser Flughafen Charles de Gaulle beim Einparken am Gate mit einer Passagierbrücke zusammengestoßen und beschädigt worden. … weiter

Europäische Bestseller Top 10: Die meistgebauten Airbus-Flugzeuge

06.09.2018 - Am 28. Oktober 1972 startete der erste Prototyp des Airbus A300 zu seinem Jungfernflug. Bis Ende Juli 2018 produzierte der europäische Flugzeugbauer 11.343 Flugzeuge. Aber welche sind die … weiter

Windkraftnutzung senkt Treibstoffverbrauch Airbus-Frachtfähren erhalten Hilfssegel

05.09.2018 - Das von Airbus-Ingenieuren entwickelte Hilfssegel Sea Wing wird an den Materialfähren des Konzerns installiert, um Treibstoff zu sparen. Der Verbrauch lässt sich um bis zu 20 Prozent senken. … weiter


FLUG REVUE 10/2018

FLUG REVUE
10/2018
10.09.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Extra: Top-Antriebe aus Deutschland
- Finnair: Boom auf Asien-Routen
- Hayabusa2-Mission: DLR hofft auf Erfolg des Asteroiden-Hüpfers
- Gulfstream G500: Hightech-Business-Jet erhält Zulassung
- Atombomber: Rafale ersetzt Mirage 2000N