27.06.2012
FLUG REVUE

Rolls-Royce erweitert Standort Dahlewitz

Ab 2014 soll das Trent XWB auf einem neuen Prüfstand bei Rolls-Royce Deutschland getestet werden. Der Spatenstich für die zusätzliche Infrastruktur erfolgte gestern in Dahlewitz bei Berlin.

Rolls-Royce erweitert den Standort Dahlewitz mit einem neuen Prüfstand für zivile Großtriebwerke. Das Investitionsvolumen beträgt rund 90 Millionen Euro. Damit will das Unternehmen die Testkapazitäten für Antriebe im oberen Schubsegment angesichts des enorm gestiegenen Auftragsbestands vergrößern - in den nächsten zehn Jahren dürfte sich die Zahl der Trent-Triebwerke im Dienst verdreifachen. Derzeit verfügt Dahlewitz über zwei Teststände für kleine und mittelgroße Antriebe. „Die Investition in einen neuen Prüfstand am Standort Dahlewitz ist die größte von Rolls-Royce in der Region in den vergangenen 20 Jahren. Die Entscheidung für einen weiteren Prüfstand ist eine gute Nachricht für unsere Kunden, denn wir schaffen damit mehr Testkapazitäten im Konzern und können so unsere Entwicklungsprogramme noch schneller umsetzen. Es ist eine gute Nachricht für unsere Mitarbeiter und für die Region, denn wir sichern damit die bestehende Beschäftigung und schaffen weitere Arbeitsplätze. Gleichzeitig unterstreicht der neue Prüfstand auch die Rolle von Rolls-Royce als Hersteller umweltverträglicher Flugzeugantriebe: Das Trent XWB, das derzeit treibstoffeffizienteste Triebwerk der Welt, wird hier wichtige Tests absolvieren", sagte Dr. Michael Haidinger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rolls-Royce Deutschland und President Civil Small and Medium Engines von Rolls-Royce.
Rolls-Royce hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich in den Ausbau seiner deutschen Standorte investiert. Im Jahr 2010 wurde das Komponententestzentrum MTOC in Dahlewitz eröffnet (Investition: 65 Mio. Euro). In Hamburg wurde 2011 das neue Rolls-Royce Marine Service Zentrum eingeweiht (Investition: 6 Mio. Euro). Das neue Logistikzentrum am Standort Dahlewitz wurde im Mai 2012 in Betrieb genommen (Investition: 13 Mio. Euro). Insgesamt wurden in die Infrastruktur aller deutschen Standorte von Rolls-Royce und die dort durchgeführten Entwicklungsprogramme seit 1990 rund 2,1 Milliarden Euro investiert.

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www.flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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