12.05.2011
FLUG REVUE

Rolls-Royce Trent 1000 erhält ETOPS ZulassungRolls-Royce Trent 1000 erhält ETOPS-Zulassung

Das für die Boeing 787 Dreamliner entwickelte Turbofan-Triebwerk Rolls-Royce Trent 1000 wurde von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA für ETOPS-Flüge zugelassen.

Sechste 787 Erstflug

Nummer 6 in der Boeing 787-Testflotte beim Erstflug. Foto und Copyright: Boeing Media  

 

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce und Boeing haben mit der ETOPS-Zulassung des Trent-1000-Turbofans einen wichtigen Schritt in Richtung Indienststellung der Boeing 787 Dreamliner gemacht. Die ETOPS-Regeln sind Vorschriften für gewerblich betriebene, zweistrahlige Verkehrsflugzeuge bei langen Flügen über Wasser oder Wüsten. In der Regel muss ein Zweistrahler bei solchen Flügen zu jedem Zeitpunkt des Fluges einen Ausweichflughafen in höchstens 60 Flugminuten erreichen. Mit einer ETOPS-Zulassung (Extended Twin Operations) dürfen Strecken beflogen werden, bei denen der nächsten geeignete Ausweichflughafen weiter entfernt ist. Das Trent 1000 hat die Zulassung für 330 Minuten erhalten. Dadurch kann die Boeing 787 (wenn die Airline ebenfalls eine ETOPS-Zulassung hat) beispielsweise direktere Strecken über den Atlantik und Pazifik nutzen und spart so der Airline Zeit und Geld. 

Simon Carlisle, Trent-1000-Programmdirektor bei Rolls-Royce, sagte: "Die ETOPS-Zulassung ist ein wesentlicher Meilenstein in unserem Trent-1000-Programm und setzt neue Standards in der Industrie. Wir freuen uns darauf, Boeing bei seinem eigenem ETOPS-Programm und der Indienststellung der 787 Dreamliner bei All Nippon Airways zu unterstützen."

All Nippon Airways (ANA) wird als weltweit erste Fluggesellschaft noch in diesem Jahr die Boeing 787 in Dienst stellen. Das Rolls-Royce Trent 1000 hat seit seinem Erstlauf 2006 über 10.000 Stunden in der Luft verbracht. Das Trent 1000 hat den Großteil der Flugerprobung der Boeing 787 bestritten. Fünf der sieben 787-Testflugzeuge sind mit dem Rolls-Royce-Turbofan ausgestattet und haben bislang 80 Prozent des gesamten 787-Flugtestprogramms bestritten.

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Volker K. Thomalla/flugrevue.de


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