31.03.2017
FLUG REVUE

EU-Forschungsprogramm Clean SkyAirbus nimmt elektrische Systeme ins Visier

Im Rahmen des europäischen Clean-Sky-Programms untersucht Airbus Technologien, die das Fliegen ökologischer machen sollen.

Airbus A320 - Airbus Flight Lab

Mit einer modifizierten A320 führte Airbus Testflüge im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Clean Sky durch. Foto und Copyright: Airbus  

 

Bis 2050 sollen Flugzeuge 75 Prozent weniger CO2 und 90 Prozent weniger Stickoxid ausstoßen sowie um 65 Prozent leiser sein als Flugzeuge aus dem Jahr 2000: Die Ziele des europäischen Luftfahrtforschungsbeirats (Advisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe, ACARE) sind ehrgeizig. Um die dafür nötigen Technologien zu entwickeln, wurde das europäische Forschungsprogramm Clean Sky aufgelegt, dessen erste, acht Jahre dauernde Phase, Ende 2016 auslief.

Auch Airbus hat sich im Rahmen des Programms mit neuen Lösungen für "grünere" Flugzeuge beschäftigt. Dazu gehört ein elektrisches Klimatisierungssystem für die Kabine, das anstelle von Zapfluft aus den Triebwerken auf Außenluft zurückgreift. Dieses System von Liebherr Aerospace wurde im Juni 2016 bei Flugtests mit einer für Forschungszwecke umgerüsteten A320 untersucht. Anders als bei herkömmlichen Zapfluftsystemen, die die Triebwerkseffizienz negativ beeinflussen, ließen sich mit einer elektrischen Klimatisierung Treibstoffverbrauch und Schadstoffemissionen verringern. Bisher gibt es nur ein Flugzeug mit elektrisch kontrolliertem Kabinenumweltsystem: die Boeing 787.

Bodentests führte Airbus mit einem neuen elektrischen Netz für die Übertragung von Hochspannungs-Gleichstrom statt. Ein solches Netzwerk sei leichter und weniger komplex als die derzeit verwendete Wechselstromtechnologie. Bei Airbus rechnet man damit, dass ein solches Bordnetz bis 2025 einsatzbereit wäre.

Zusammen mit Thales beschäftigte sich Airbus auch damit, wie Lärm bei Start und Landeanflügen reduziert werden kann. Dabei wurden Systeme untersucht, die diese Flugphasen besser managen. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass der Treibstoffverbrauch nicht zunehme.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
Ulrike Ebner


Weitere interessante Inhalte
Neue Airline stößt in airberlin-Lücke Thomas Cook plant Balearentochter

18.10.2017 - Der Reisekonzern Thomas Cook plant, nach übereinstimmenden Medienberichten, die Gründung einer neuen Fluggesellschaft mit der Heimatbasis Mallorca, seinem wichtigsten Ferienziel. … weiter

Bestseller aus Europa Top 10: Die größten Kunden der A320-Familie von Airbus

17.10.2017 - Mit mehr als 13000 verkauften Flugzeugen ist die A320-Familie der größte Erfolg von Airbus. … weiter

Airline-Riese will seine Tochter Eurowings ausbauen Air-Berlin-Aufsichtsrat genehmigt Verkauf an Lufthansa

12.10.2017 - Air Berlin hat sich mit der Lufthansa-Group über den Verkauf von Teilen des Unternehmens geeinigt. Die Lufthansa-Group will die Air Berlin-Tochtergesellschaften Luftverkehrsgesellschaft Walter (LGW), … weiter

Eine Milliarde Euro für Flugzeuge Lufthansa will Eurowings schnell ausbauen

26.09.2017 - Geld für Kauf und Leasing von bis zu 61 Flugzeugen: Der Lufthansa-Aufsichtsrat ebnet den Weg zur Übernahme eines großen Teils der insolventen airberlin. … weiter

Billigtochter von Air France Joon fliegt ab Dezember

26.09.2017 - Neue Konkurrenz aus Frankreich: Air France geht Ende des Jahres mit ihrer Billigmarke Joon an den Markt, zunächst mit Europaflügen, später auch mit Langstreckenverbindungen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 11/2017

FLUG REVUE
11/2017
09.10.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- US-Firma Boom: Nachfolger der Concorde?
- Verhandlungen: Das Ende von airberlin
- Swiss: C Series im Liniendienst
- RAF & USAF: „Red Air“ mit zivilen Jets
- X-37B: Geheimer Raumgleiter der USAF