11.04.2017
FLUG REVUE

Additiv gefertigte Titan-BauteileBoeing 787 erhält gedruckte Strukturkomponenten

Boeing will im Dreamliner künftig 3D-gedruckte Strukturbauteile aus Titan einsetzen. Hergestellt werden sie von norwegischen Unternehmen Norsk Titanium.

Gedruckte Strukturbauteile für die Boeing 787

Norsk Titanium stellt additiv gefertigte Titankomponenten für den Dreamliner her. Foto und Copyright: Norsk Titanium  

 

Boeing hat bei Norsk Titanium additiv gefertigte Strukturkomponenten aus Titan bestellt. Das teilte der Zulieferer aus Norwegen am Montag mit. Bislang kommen in Verkehrs- und Militärflugzeugen nur vereinzelt gedruckte Metallbauteile zum Einsatz, beispielsweise Einspritzdüsen in Triebwerken oder Rohrkrümmer für Betankungssysteme.

Rapid Plasma Deposition

Norsk Titanium setzt beim 3D-Druck auf das Rapid-Plasma-Deposition-Verfahren. Foto und Copyright: Norsk Titanium  

 

Die Komponenten seien von Boeing entworfen worden, im Entwicklungsprozess habe man eng zusammengearbeitet. Für die Zertifizierung durch die US-Luftfahrbehörde FAA hätten die Teile ein ausgiebiges Testprogramm absolviert, die Zulassung erfolgte im Februar 2017.

Hergestellt werden die Komponenten nach dem von Norsk Titanium entwickelten Verfahren Rapid Plasma Deposition (RPD). Dabei wird Titandraht in einer Argonatmosphäre in Schichten aufgeschmolzen.



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