26.01.2017
FLUG REVUE

Ausbau im kommerziellen BereichDFS gründet neue Tochtergesellschaft

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) stellt sich abseits ihres Kerngeschäfts neu auf. Durch die Bündelung bestimmter Bereiche in der DFS Aviation Services (DAS) soll der Umsatz gesteigert werden.

Deutsche Flugsicherung - Tower

Die DFS ist für die Flugüberwachung in Deutschland verantwortlich (Foto und Copyright: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH).  

 

Ein wichtiges Geschäftsfeld der neuen DFS-Tochter mit Sitz in Langen ist die Flugverkehrskontrolle an acht deutschen Regionalflughäfen. Dies entspricht etwa 60 Prozent des Regionalflugverkehrs in Deutschland. London-Gatwick liegt, über die britische Beteiligungsgesellschaft Air Navigation Solutions Ltd. (ANS), ebenfalls im Zuständigkeitsbereich der DAS. Der englische Flughafen gilt als der weltweit verkehrsreichste Flughafen mit nur einer Start- und Landebahn. Ab 2018 wird zudem die Kontrolle des Flughafens Edinburgh an die ANS übergehen.

Die DAS wird zudem die Vermarktung von flugsicherungsnahen Produkten und Dienstleistungen übernehmen. Bislang wurde dieses Geschäft von dem DFS-Bereich „Aeronautical Solutions“ in Kooperation mit der Beteiligungsgesellschaft „The Tower Company“ ausgeführt, aus der nun die DAS hervorgegangen ist.

Unter den Produkten findet sich auch das von der DFS entwickelte Radardatenverarbeitungssystem, welches unter anderem in Brasilien, Kanada und den Niederlanden eingesetzt wird. Zudem werden Beratung, Training und Simulation über die DAS angeboten.

Derzeit arbeiten 110 Mitarbeiter für die DAS. Im letzten Geschäftsjahr betrug der Gesamtumsatz im kommerziellen Bereich der DFS etwa 50 Millionen Euro. Durch die Bündelung erhofft sich die DFS eine Steigerung des Umsatzes sowie eine Aufstockung des Personals auf 130 Mitarbeiter bis Jahresende.

Nach Aussage von DFS-CEO Professor Klaus-Dieter Scheurle möchte man so den Umsatz verdoppeln und eine echte zweite Säule neben dem gebührenfinanzierten Kerngeschäft aufbauen. In Zukunft sollen Dirk Mahns und Oliver P. Christinetti die Geschäfte der DAS leiten.

Die DFS wird weiterhin für die Flugüberwachung in Deutschland verantwortlich sein. Deutschland gilt mit täglich bis zu 10.000 Flügen als verkehrsdichtestes Land Europas. Insgesamt arbeiten für die DFS 2000 Fluglotsen, verteilt auf die Kontrolltürmen der 16 internationalen Verkehrsflughäfen sowie die vier Kontrollzentren des Landes. Als bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen beschäftigt die DFS rund 5550 Mitarbeiter.



Weitere interessante Inhalte
Flugbetrieb soll weitergehen Small Planet Airlines stellt Insolvenzantrag

19.09.2018 - Die deutsche Charterfluggesellschaft Small Planet Airlines hat beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Antrag auf Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. … weiter

Firmenkontaktmesse der Uni Stuttgart StepIN bringt Unternehmen und Studenten zusammen

19.09.2018 - Von Airbus bis Safran: Auf der Firmenkontaktmesse StepIN der Fachschaft Luft- und Raumfahrttechnik der Uni Stuttgart präsentieren sich Ende November namhafte Arbeitgeber. … weiter

Ultralangstreckenflüge Top 10: Die längsten Nonstop-Linienflüge weltweit

18.09.2018 - Einige Interkontinentalflüge verbinden Metropolen, welche weit über 10000 km voneinander entfernt liegen. Welche Airline zurzeit den streckenmäßig längsten Nonstopflug anbietet und welche … weiter

Nach Scherer-Wechsel zu Airbus Stefano Bortoli zum CEO von ATR ernannt

17.09.2018 - ATR hat mit einstimmiger Unterstützung der Gesellschafter Airbus und Leonardo Stefano Bortoli mit sofortiger Wirkung zum neuen CEO von ATR ernannt. … weiter

Bis 2050 United Airlines will Schadstoffausstoß halbieren

17.09.2018 - Als erste US-Airline verpflichtet sich United zu einem ambitionierten Kurs in Sachen Umweltschutz. … weiter


FLUG REVUE 10/2018

FLUG REVUE
10/2018
10.09.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Extra: Top-Antriebe aus Deutschland
- Finnair: Boom auf Asien-Routen
- Hayabusa2-Mission: DLR hofft auf Erfolg des Asteroiden-Hüpfers
- Gulfstream G500: Hightech-Business-Jet erhält Zulassung
- Atombomber: Rafale ersetzt Mirage 2000N