02.03.2017
FLUG REVUE

Emirates-Tests in Kopenhagen und ChicagoEntscheidungshilfe soll Enteisung effizienter machen

Die Golf-Airline Emirates testet an den Flughäfen Kopenhagen und Chicago das System CheckTime. Es soll Piloten bei winterlichen Bedingungen unterstützen.

Flughafen München Enteisung Flugzeug

Aus Echtzeit-Wetterdaten kann das System CheckTime berechnen, wie lange die Enteisung wirksam ist. Foto und Copyright: Flughafen Düsseldorf  

 

Nicht immer kann ein Flugzeug, das am Boden mit Enteisungsflüssigkeit eingesprüht wurde, anschließend sofort starten. Faktoren, die die Wirksamkeit der Enteisung beeinflussen, sind zum einen die verstrichene Zeit seit der Behandlung, zum anderen aber auch die aktuellen Wetterbedingungen. Bislang müssen Piloten mithilfe sogenannter Holdover-Zeitpläne, Informationsgrafiken und Beobachtung des Wetters schätzen, wie viel Enteisungsflüssigkeit nötig ist und wie lange der Schutz anhält. Emirates testet derzeit das System CheckTime, das Piloten bessere Informationen für die Entscheidungsfindung zur Verfügung stellen soll, ob ein Start unter Winterbedingungen mit der vorhandenen Enteisung noch möglich ist.

CheckTime wurde vom finnischen Umwelt- und Messtechnikunternehmen Vaisala entwickelt. Mit Präzisionssensoren an Flughäfen werden unter anderem Temperatur, Wind und Niederschlag in Echtzeit gemessen und auf dieser Basis die Auswirkungen des Wetters auf die Flugzeugenteisung berechnet. Über den digitalen Datenfunk ACARS wird den Piloten ins Cockpit übermittelt, wie lange die Enteisung wirksam ist.

Emirates testet den Einsatz von CheckTime aktuell an den Flughäfen Kopenhagen und Chicago. Beide Airports werden von A380 und Boeing 777 der Airline bedient, dadurch sei eine flottenweite Evaluation des Systems möglich. Während der Anfangsphase der Tests nutzen die Emirates-Piloten sowohl CheckTime als auch die bisherigen manuellen Verfahren. Nachdem die Versuche Ende dieses Winters auslaufen, soll entschieden werden, ob CheckTime auch an anderen von Emirates angeflogenen Winter-Airports eingesetzt wird.

Nach Angaben von Emirates soll das System nicht nur Piloten bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Auch eine genauere Einschätzung, wie viel Enteisungsflüssigkeit benötigt werde, sei möglich. Das spare Ressourcen, so die Airline.



Weitere interessante Inhalte
Bis zu 36 weitere Flugzeuge Emirates bestätigt A380-Auftrag

11.02.2018 - Emirates hat nun die Absichtserklärung vom Januar bestätigt und einen Auftrag über die 20 zusätzliche A380 mit weiteren 16 Optionen unterzeichnet. … weiter

Leasingrückläufer soll zu HiFly Zweite Ex-SIA A380 reist nach Lourdes

09.02.2018 - Der zweite Airbus A380 von Singapore Airlines, 9V-SKB, ist am Freitag von Singapur nach Lourdes gestartet. Das im Herbst bei Singapore Airlines ausgemusterte Flugzeug ist für eine neue Leasingperiode … weiter

Die Riesen der Lüfte Top 10: Die größten Flugzeuge der Welt

09.02.2018 - Schneller, höher, weiter: Die Entwicklung der Luftfahrt ist und war immer von Rekorden geprägt. Eine besondere Rolle nehmen seit jeher Großflugzeuge ein. … weiter

Emirates Engineering Qantas lässt A380 in Dubai lackieren

05.02.2018 - Die australische Fluggesellschaft Qantas hat die Techniksparte von Emirates mit der Neulackierung von A380 betraut. … weiter

Bestseller-Twin Top 10: Die größten Kunden der Boeing 777

30.01.2018 - Boeing plante die 777 als Ergänzung zur Boeing 747. Schon bald entwickelte sich die 777 zum Verkaufsschlager. Welche Airline die meisten Exemplare der „Triple Seven“ in Empfang genommen hat sagt … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert